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Wirtschaft Stuttgart 21 wird eine Milliarde Euro teurer
Nachrichten Wirtschaft Stuttgart 21 wird eine Milliarde Euro teurer
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00:05 30.11.2017
Ein Modell des geplanten Hauptbahnhofes im Rathaus von Stuttgart, der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg. Quelle: Foto: Lino Mirgeler/dpa

Das Bahnprojekt Stuttgart 21 soll gut eine Milliarde Euro teurer werden als bisher geplant. Die Deutsche Bahn erwartet nun einen Kostenrahmen von 7,6 Milliarden Euro, wie es gestern aus Aufsichtsratskreisen verlautete. Bislang waren 6,5 Milliarden Euro vorgesehen. Zugleich verzögert sich die Fertigstellung des Projekts vom Jahr 2023 auf Ende 2024. Der neue Zeit- und Kostenplan soll auf einer Sondersitzung des Aufsichtsrats Ende Januar beschlossen werden.

Als Gründe für die höheren Kosten und die spätere Fertigstellung wurden in den Aufsichtsratskreisen unter anderem gestiegene Baukosten, Verzögerungen in den Planungsverfahren und die restriktiven Regeln beim Artenschutz genannt. Im Zuge des hoch umstrittenen Projekts Stuttgart soll aus dem Stuttgarter Kopfbahnhof ein Tiefbahnhof werden. An dem Bahnhof wird seit Februar 2010 gebaut, der Grundstein für den Neubau wurde im September 2016 gelegt. Der bisherige Kopfbahnhof mit 16 Gleisen soll durch eine unterirdische Durchgangsstation mit acht Gleisen ersetzt werden. Durch einen knapp zehn Kilometer langen Tunnel soll die Stuttgarter City mit dem Flughafen und der geplanten Schnellbahnstrecke nach Ulm verbunden werden. Mit dem Projekt soll die Stadt Stuttgart durch den Wegfall der oberirdischen Gleisflächen zudem Raum für städtebauliche Entwicklung und eine Erweiterung des Schlossgartens erhalten. Architekt des Milliarden-Vorhabens ist der Düsseldorfer Christoph Ingenhoven.

Nach Ansicht des Fahrgastverbandes Pro Bahn wird die Verteuerung des Bahnprojekts bundesweit für die Fahrgäste negative Folgen haben. Pro-Bahn-Sprecher Karl-Peter Neumann sagte: „Durch die fatalen Mehrkosten fehlt das Geld an anderer Stelle, beispielsweise für den dringenden Ausbau so mancher regionaler Strecke.“ Und weiter: „Für ein von der Politik vorangetriebenes Prestigeobjekt muss die Bahn nun damit klarkommen, ihre Fahrgäste nicht so gut bedienen zu können, wie es wünschenswert wäre“, sagte der Pro-Bahn-Sprecher.

OZ

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