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Thyssenkrupp: Abstimmung über Tarifvertrag beendet

Tata-Fusion Thyssenkrupp: Abstimmung über Tarifvertrag beendet

Das Abstimmungs-Ergebnis wird mit Spannung erwartet: Sollten die Stahlkocher grünes Licht für einen Tarifvertrag zur Fusion mit Tata geben, wäre ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Neuordnung der Stahlsparte von Thyssenkrupp geschafft.

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Ein Mitarbeiter von Thyssenkrupp zieht am Hochofen im Stahlwerk eine Probe (Archivbild).

Quelle: Oliver Berg

Essen. Die Abstimmung der Stahlkocher bei Thyssenkrupp über den Tarifvertrag zur Fusion mit der indischen Tata ist in der Nacht zum Samstag zu Ende gegangen.

Rund 20 000 Mitglieder der IG Metall waren zu dem Votum aufgerufen, das als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer möglichen Neuordnung der Stahlsparte des Essener Industriekonzerns gilt. Das Ergebnis soll an diesem Montagnachmittag (5.2.) in Düsseldorf von der IG Metall offiziell verkündet werden.

Sollte sich nur einer der zwölf beteiligten Thyssenkrupp-Standorte gegen den nach wochenlangen Verhandlungen erzielten Kompromiss entscheiden, hat die IG Metall weiteren Widerstand gegen die Fusion angekündigt. Der Einigung waren massive Proteste vorausgegangen.

Medienberichten zufolge dürfte das Votum mit hoher Wahrscheinlichkeit zustimmend ausfallen. Nach den bisher online und an der Urne abgegebenen Stimmen zeichne sich ein positives Ergebnis ab, hatte die „Börsenzeitung“ im Vorfeld unter Berufung auf Gewerkschaftskreise berichtet. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft hatten zuvor für ein „Ja“ zu dem Tarifvertrag geworben, der unter anderem eine langfristige Beschäftigungssicherung bis zum 30. September 2026 vorsieht. An dem Abbau von bis zu 2000 Stellen in Deutschland und an dem geplanten Firmensitz des Gemeinschaftsunternehmens in den Niederlanden hält Thyssenkrupp dabei fest.

In den kommenden Wochen sollen dann noch Gutachten zu der Fusion vorgelegt werden, bei denen es unter anderem um die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Zusammenschlusses gehen soll. Nach den Plänen des Konzerns soll die Fusion nach der Zustimmung durch den Aufsichtsrat noch im Frühjahr besiegelt werden. Der endgültige Zusammenschluss soll dann zum Jahresende erfolgen.

dpa

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