Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Thyssenkrupp-Betriebsrat will Hilfe von Ministerpräsidentin
Nachrichten Wirtschaft Thyssenkrupp-Betriebsrat will Hilfe von Ministerpräsidentin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:02 25.04.2017
Ein Stahlarbeiter prüft am Hochofen 8 bei ThyssenKrupp in Duisburg die Stahlqualität nach dem Abstich. Quelle: Roland Weihrauch/illustration
Anzeige
Essen

Im Kampf gegen die mögliche Fusion der Thyssenkrupp-Stahlsparte mit dem indischen Konkurrenten Tata fordert der Betriebsrat die Unterstützung der nordrhein-westfälischen Landesregierung unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD).

Sie müsse Position beziehen für die 25 000 Beschäftigten und gegen eine „unsinnige und hoch riskante Fusion zu Lasten der deutschen Stahlarbeiter“, sagte Konzernbetriebsratschef Willi Segerath der Deutschen Presse-Agentur.

Bei Arbeitsplatzgarantien für die Tata-Stahlarbeiter in Großbritannien könnte der Personalabbau zu Lasten der Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen gehen, obwohl die Standorte hier besser aufgestellt und profitabel seien, sagte Segerath. „Deshalb zählen wir auf die uneingeschränkte Unterstützung von Frau Kraft und das Land Nordrhein-Westfalen“, sagte der Betriebsratschef. Eine solche Fusion auf Biegen und Brechen durchprügeln zu wollen, sei zum Scheitern verurteilt. Als warnendes Beispiel verwies Segerath auf die fehl geschlagene Fusion von DaimlerChrysler: „Die Manager sind danach weg, und die Beschäftigten müssen die Suppe auslöffeln.“

Thyssenkrupp beschäftigt in seiner Stahlsparte alleine in Nordrhein-Westfalen 22 000 Mitarbeiter. Der Vorstand hatte bereits ein Sparprogramm und die Schließung von Anlagenteilen angekündigt und lotet eine Fusion mit Tata aus. Zu einer Protestkundgebung am 3. Mai erwartet der Betriebsrat 10 000 Stahlarbeiter.

dpa

Mehr zum Thema

Facebook forscht an einer Technologie, mit der Menschen ihre Gedanken ohne Umweg über eine Tastatur online bringen könnten. Dafür sollen Gehirnströme ausgewertet werden. Es gehe nicht darum, wahllos Gedanken zu lesen, versichert die zuständige Managerin.

20.04.2017

„Ich finde, jede Frau sollte einen Beruf haben“, sagt Hannelore Hoger. Die 74-jährige Schauspielerin hat ihren Beruf sehr früh gefunden und Erfolg damit bis heute. Ein Buch gibt Einblicke in ihr Leben.

23.04.2017

Es sah ein wenig nach Versöhnung aus. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sprach von einer „unkonfrontativen Lösung“, die in Sicht sei. Doch dann machte sein US-Kollege deutlich: Welthandel ist gut, wenn er für die USA gut ist.

23.04.2017

Vertreter der internationalen Geldgeber kontrollieren das griechische Reformprogramm.

25.04.2017

Der Getränke-Hersteller Coca-Cola und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben sich für die bundesweit rund 8000 Beschäftigten des Getränkeriesen auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.

25.04.2017

Der Sportartikelhersteller Puma ist mit einem Gewinnsprung in das neue Geschäftsjahr gestartet.

25.04.2017
Anzeige