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Thyssenkrupp besorgt sich gut eine Milliarde Euro

Nach Tata-Deal Thyssenkrupp besorgt sich gut eine Milliarde Euro

Der Essener Industriekonzern Thyssenkrupp hat sich nach der Einigung auf eine Fusion der Stahlsparte mit der indischen Tata Steel gut eine Milliarde Euro am Kapitalmarkt besorgt.

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Schild „thyssenkrupp“ vor der Werkszufahrt beim Stahlwerk von Thyssenkrupp.

Quelle: Ina Fassbender/archiv

Essen. Der Essener Industriekonzern Thyssenkrupp hat sich nach der Einigung auf eine Fusion der Stahlsparte mit der indischen Tata Steel gut eine Milliarde Euro am Kapitalmarkt besorgt.

Durch die Platzierung von knapp 56,6 Millionen Euro neuer Aktien fließen dem Unternehmen brutto rund 1,4 Milliarden Euro zu, wie aus einer am späten Montagabend veröffentlichten Mitteilung des Konzerns hervorgeht.

Der Preis habe bei 24,30 Euro je Stück gelegen, hieß es weiter. Händlern zufolge wurden die Papiere damit am unteren Ende der Spanne veräußert. Der Schlusskurs im Xetra-Handel am Montag lag bei 24,70 Euro. Käufer waren der Mitteilung zufolge institutionelle Investoren.

Der Schritt folge „auf wesentliche strategische Weichenstellungen der vergangenen Monate“, hatte es in einer vorherigen Mitteilung zur Ankündigung der Maßnahme geheißen. Man schaffe sich Spielraum für Wachstum im Industriegütergeschäft. Der Aktienkurs von Thyssenkrupp hatte im Anschluss an die erste Mitteilung um zwei Prozent nachgegeben, einen Teil des Verlustes nach der nun erfolgten zweiten Mitteilung aber wieder wettgemacht.

Vergangene Woche hatte Thyssenkrupp eine Einigung mit Tata Steel über eine Zusammenlegung der europäischen Stahlgeschäfte erzielt. An dem Gemeinschaftsunternehmen, das seinen Sitz in den Niederlanden haben soll, wollen beide Partner 50 Prozent halten. Bis Anfang 2018 soll der Deal perfekt sein. Thyssenkrupp und Tata erhoffen sich durch die Zusammenlegung ihrer Aktivitäten Synergien in Millionenhöhe - die erwarteten jährlichen Einsparungen bezifferte der Essener Konzern auf 400 bis 600 Millionen Euro.

„Bis sich die positiven Effekte aus der Transaktion auf unsere Bilanz auswirken, braucht es aber Zeit“, sagte Konzernchef Heinrich Hiesinger nun mit Blick auf die Kapitalerhöhung. „Diese Zeit nutzen wir, um schon jetzt unsere Industriegütergeschäfte zu stärken.“

dpa

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