Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Thyssenkrupp besorgt sich gut eine Milliarde Euro
Nachrichten Wirtschaft Thyssenkrupp besorgt sich gut eine Milliarde Euro
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:22 25.09.2017
Schild „thyssenkrupp“ vor der Werkszufahrt beim Stahlwerk von Thyssenkrupp. Quelle: Ina Fassbender/archiv
Anzeige
Essen

Der Essener Industriekonzern Thyssenkrupp hat sich nach der Einigung auf eine Fusion der Stahlsparte mit der indischen Tata Steel gut eine Milliarde Euro am Kapitalmarkt besorgt.

Durch die Platzierung von knapp 56,6 Millionen Euro neuer Aktien fließen dem Unternehmen brutto rund 1,4 Milliarden Euro zu, wie aus einer am späten Montagabend veröffentlichten Mitteilung des Konzerns hervorgeht.

Der Preis habe bei 24,30 Euro je Stück gelegen, hieß es weiter. Händlern zufolge wurden die Papiere damit am unteren Ende der Spanne veräußert. Der Schlusskurs im Xetra-Handel am Montag lag bei 24,70 Euro. Käufer waren der Mitteilung zufolge institutionelle Investoren.

Der Schritt folge „auf wesentliche strategische Weichenstellungen der vergangenen Monate“, hatte es in einer vorherigen Mitteilung zur Ankündigung der Maßnahme geheißen. Man schaffe sich Spielraum für Wachstum im Industriegütergeschäft. Der Aktienkurs von Thyssenkrupp hatte im Anschluss an die erste Mitteilung um zwei Prozent nachgegeben, einen Teil des Verlustes nach der nun erfolgten zweiten Mitteilung aber wieder wettgemacht.

Vergangene Woche hatte Thyssenkrupp eine Einigung mit Tata Steel über eine Zusammenlegung der europäischen Stahlgeschäfte erzielt. An dem Gemeinschaftsunternehmen, das seinen Sitz in den Niederlanden haben soll, wollen beide Partner 50 Prozent halten. Bis Anfang 2018 soll der Deal perfekt sein. Thyssenkrupp und Tata erhoffen sich durch die Zusammenlegung ihrer Aktivitäten Synergien in Millionenhöhe - die erwarteten jährlichen Einsparungen bezifferte der Essener Konzern auf 400 bis 600 Millionen Euro.

„Bis sich die positiven Effekte aus der Transaktion auf unsere Bilanz auswirken, braucht es aber Zeit“, sagte Konzernchef Heinrich Hiesinger nun mit Blick auf die Kapitalerhöhung. „Diese Zeit nutzen wir, um schon jetzt unsere Industriegütergeschäfte zu stärken.“

dpa

Mehr zum Thema

Donald Trump lässt kein gutes Haar am Atomabkommen mit dem Iran, es ist ihm verhasst. In Deutschland und anderswo wachsen die Sorgen, der Präsident könnte den Deal aufkündigen. Worum geht es?

21.09.2017

Die Pläne für eine Thyssenkrupp-Stahlfusion sorgen weiter für Zündstoff. Vor allem in der Belegschaft herrscht große Verunsicherung. Betriebsrat und IG Metall lehnen das Vorhaben mit Nachdruck ab.

21.09.2017

Betriebsrat und IG Metall haben ain Bochum zu einer Großdemonstration gegen die Stahl-Fusionspläne von Thyssenkrupp aufgerufen. Die Veranstalter rechnen mit mindestens 5000 Teilnehmern.

22.09.2017

An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im Späthandel am 25.09.2017 um 20:30 Uhr folgende Schlusskurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt.

25.09.2017

Die Ölpreise haben am Montag deutlich zugelegt. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg auf den höchsten Stand seit Juli 2015.

25.09.2017

Die Anrede bekommen die meisten Bewerber noch unfallfrei aufs Papier. Doch danach stochern viele Job-Aspiranten stilistisch eher unbeholfen im Anschreiben. Die Ursache ist das ungewohnte Eigenlob, das man über sich selbst ausschütten muss. In diesem Fall geht es aber nicht anders, raten Bewerbungscoachs.

25.09.2017
Anzeige