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Touristiker ringen um Heringsdorfs Airport

Heringsdorf Touristiker ringen um Heringsdorfs Airport

Um den defizitären Flughafen Heringsdorf auf der Insel Usedom zu erhalten, wird eine neue Gesellschafterstruktur erwogen. Es sei vorstellbar, die Insel-Gemeinden mit an Bord zu holen, sagte der Aufsichtsratschef des Flughafens, Norbert Raulin, gestern nach der Präsentation eines Wirtschaftsgutachtens in Heringsdorf.

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Der defizitäre Usedomer Flughafen Heringsdorf bei Zirchow. Ein Wirtschaftsgutachten warnt vor seiner Schließung.

Quelle: dpa

Heringsdorf. Bislang gleicht der hoch verschuldete Landkreis Vorpommern-Greifswald als einziger Gesellschafter die Airport-Verluste von 500 000 Euro pro Jahr aus. Der Airport Heringsdorf ist nach Rostock-Laage der zweitgrößte Passagierflughafen in MV.

Von den Abgeordneten des mit 130 Millionen Euro in der Kreide stehenden Kreises gibt es nun eine klare Sparvorgabe: Bereits bis Ende des Jahres sollen die Zuschüsse drastisch gesenkt werden — wenn möglich auf die Hälfte. Die Grünen verlangen gar, dass sich der Kreis als Gesellschafter voll aus dem Flughafen zurückzieht. Verschärft wird die Lage dadurch, dass das Land seine Zuschüsse für den Inselflughafen herabfährt. Für 2013 und 2014 sind im Landesetat nur 25 000 Euro vorgesehen. Ab 2015 soll es wohl keine Landesmittel mehr geben. Im April will Raulin dem Kreistag vorschlagen, wie die Zuschüsse gesenkt werden können.

Für die Tourismusbranche auf der Insel wäre die Schließung des Insel-Airports ein Desaster. Rund 11 600 Gäste reisen pro Jahr per Flugzeug nach Usedom und sorgen für ca. 70 000 Übernachtungen. Vor allem zahlungskräftige Schweizer — gut 2500! — gaben an, nicht zu kommen, wenn es keine Fluglinie mehr nach Usedom gibt. Eine Airport-Schließung würde durch Wegfall von Jobs am Flughafen und im Tourismus die Sozialkosten des Kreises hochtreiben, warnt Dietmar Gutsche, Chef des Eigenbetriebes der Kaiserbäder.

Ein Wirtschaftsgutachten von Forscher Herwig Birg (Universität Bielefeld) warnt vor der Schließung des Airports. Die dadurch zu erwartenden jährlichen Steuerausfälle von drei Millionen Euro seien sechsmal so hoch wie das aktuelle Defizit. Martina Rathke

OZ

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