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Trotz „Debbie“: Hannover Rück erwartet Milliarden-Gewinn

Mehr Katastrophenschäden Trotz „Debbie“: Hannover Rück erwartet Milliarden-Gewinn

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer musste zum Jahresstart für zahlreiche Großschäden aufkommen. Der Gewinn im ersten Quartal ging deshalb zurück. An den zuversichtlichen Erwartungen für das Gesamtjahr rührt das aber nicht, heißt es vom Konzern.

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Wirbelsturm Debbie erreichte Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Stundenkilometern.

Quelle: Nasa Goddard Modis Rapid Response Team

Hannover. Trotz Zyklon „Debbie“ in Australien und einer teuren Neuregelung in Großbritannien hat die Hannover Rück zum Jahresstart Kurs gehalten. Unter dem Strich stand nach dem ersten Quartal ein Gewinn von rund 265 Millionen Euro, teilte der Konzern mit.

Das ist etwa zwei Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Den für das Gesamtjahr geplanten dritten Milliardengewinn des Konzerns sieht Finanzchef Roland Vogel nicht in Gefahr.

Im ersten Quartal steigerte die Hannover Rück ihre Prämieneinnahmen überraschend um knapp sieben Prozent auf gut 4,5 Milliarden Euro. Zugleich musste der Konzern deutlich mehr Katastrophenschäden begleichen als Anfang 2016.

Die Großschäden summierten sich auf fast 134 Millionen Euro, fast zweieinhalb Mal so viel wie ein Jahr zuvor. Am teuersten waren mit 50 Millionen Euro die Folgen des Tropensturms „Debbie“ von Ende März. Dennoch habe der Konzern sein veranschlagtes Schadenbudget nicht ausgereizt, sagte Vogel.

Die Hannover Rück hat auch für eine für Versicherer teure Neuregelung für Unfallopfer in Großbritannien vorgesorgt. Die Senkung der sogenannten Odgen-Rate verschafft Verletzten gegenüber den Haftpflichtversicherungen ihrer Unfallgegner deutlich höhere Schadenersatz-Ansprüche als bisher. Die Neuregelung hatte die Branche im Frühjahr in Aufruhr versetzt, zumal sie auch für noch nicht abgewickelte Altfälle gilt.

Die Hannover Rück legte für die erwarteten Mehrbelastungen im ersten Quartal 126 Millionen Euro zur Seite. Allerdings widmet der Konzern dazu einen Teil seiner bereits bestehenden Spätschadenreserven um. Den Quartalsgewinn zog die Neuregelung daher nicht in Mitleidenschaft. Dies soll laut Vogel auch für das Gesamtjahr gelten.

Beim seit Jahren anhaltenden Preisverfall im Schaden- und Unfallgeschäft glaubt der Vorstand allmählich die Talsohle erreicht zu haben, hieß es. Bei der Vertragserneuerung im April habe die Hannover Rück ihre Preise im Schnitt stabil halten können.

Am Finanzmarkt lösten die Nachrichten keine größeren Kursschwankungen aus. Kurz nach Handelsbeginn in Frankfurt gewann die Hannover-Rück-Aktie 0,09 Prozent an Wert.

dpa

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