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Wirtschaft Trotz Dürre genügend Saatgut vorhanden
Nachrichten Wirtschaft Trotz Dürre genügend Saatgut vorhanden
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00:00 28.08.2018

Güstrow. Wird wegen der schlechten Getreideernte in diesem Jahr das Saatgut knapp? Der Landessaatgutverband und Saatgutaufbereiter zerstreuen diese Bedenken.

Eine Landwirtin hält Gerstenkörner in den Händen. Quelle: Foto: Gohlke/dpa

„Die Situation ist zwar angespannt, aber von einer Katastrophe, wie es hier und da bereits hieß, sind wir weit entfernt“, sagt der Regionalleiter des Saatgutaufbereiters Ceravis in Güstrow, Andreas Prelwitz. „Bei einigen Sorten gibt es aktuell Engpässe“, räumt er ein. Diese würden nach Möglichkeit durch Zukäufe aus anderen Regionen behoben.  

Der Standort gilt als einer der größten für die Aufbereitung von Getreidesaat in Deutschland. Insgesamt werden täglich bis zu 600 Tonnen Saatgut aufbereitet, wie Logistikchef Carsten Bast sagt. 40 Lkw verlassen täglich mit Saatgut das Unternehmen. Derzeit fallen zwar viele Körner durchs Sieb, weil sie zu klein sind oder bei der Mahd beschädigt wurden, so dass sie nicht keimfähig sind. Aber es bleibe ausreichend Saatgut zurück. Auch beim Landessaatgutverband ist man sich sicher, dass ausreichend Saatgut vorhanden sein wird. „Und das auch in gewohnt hoher Qualität“, betont Verbandsvorsitzender Hartmut Giermann, Geschäftsführer der Bentziner Ackerbau GmbH unweit von Jarmen. Der Verband appelliert an die Betriebe, nicht am falschen Ende zu sparen. Sie sollten zertifiziertes – sogenanntes Z-Saatgut – von hohem züchterischen Niveau verwenden, das ein Höchstmaß an Anbausicherheit garantiert. Doch das hat seinen Preis, es ist teurer als normales Saatgut. Im vorigen Jahr entschieden sich dennoch fast 600 Betriebe im Land dafür. Ob es diesmal wiederum so sein wird, ist fraglich. „Wir sind nicht praxisfremd“, sagt der Geschäftsführer des Landessaatgutverbandes, Dieter Ewald. Wenn nach drei schlechten Ernten in Folge das Geld knapp wird, könne es gut sein, dass die Landwirte aus Kostengründen häufiger auf die eigene Ernte für die Neuaussaat zurückgreifen.

Der Saatgutaufbereiter Ceravis in Güstrow bestrahlt Getreidesaat mit Elektronen statt mit chemischen Mitteln, um sie vor Krankheiten schützen. Das Unternehmen hat jetzt seine zweite Anlage dafür in Betrieb genommen. Die Elektronen töten Pilzsporen, Viren und Bakterien auf der Samenschale ab. Pro Tag würden rund 200 Tonnen Samen mit Elektronen behandelt. In Mecklenburg-Vorpommern werde das chemiefrei behandelte Saatgut schon auf 20 Prozent der Getreidefläche verwendet, sagte Prelwitz. Jürgen Drewes

OZ

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