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Wirtschaft US-„Dieselgate“ kostet VW 13 Milliarden Euro
Nachrichten Wirtschaft US-„Dieselgate“ kostet VW 13 Milliarden Euro
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00:00 29.06.2016

. Volkswagen muss wegen des Abgas- Skandals in den USA voraussichtlich bis zu 14,7 Milliarden Dollar (13,3 Mrd.

Euro) zahlen. Ein entsprechendes Paket sieht Rückkäufe, Entschädigungen und Strafen vor. Das besagt das Dokument, das US-Kläger gestern bei einem Gericht in San Francisco einreichten.

Die Wolfsburger verpflichten sich demnach, Hunderttausende von der Affäre betroffene Dieselwagen in den USA zurückzukaufen oder umzurüsten. Die Entschädigungen sollen mindestens 5100 Dollar je Kunde betragen. Im Gesamtbetrag soll eine Zahlung von 2,7 Mrd. Dollar an einen Fonds enthalten sein, mit dem Umweltprojekte gefördert werden sollen. Auch soll VW 2 Milliarden Dollar in Infrastruktur zur Reduzierung von Emissionen investieren. Der Vergleich ist noch nicht rechtskräftig. Zunächst muss US-Richter Charles Breyer dem Entwurf zustimmen. Bei ihm sind US-Klagen gebündelt. Bis gestern mussten VW und die Gegenseite Vorschläge vorlegen.

Breyers endgültige Entscheidung wird für Ende Juli erwartet. Danach haben Kläger die Möglichkeit, das Vergleichsangebot anzunehmen. Gestern (Ortszeit) wollten sich auch in Washington Vertreter des US-Justizministeriums und der Umweltbehörde EPA äußern.

Der VW-Konzern hatte nach Vorwürfen von EPA zugegeben, in großem Stil bei Abgastests getrickst zu haben. Insgesamt hat VW bisher gut 16 Milliarden Euro (17,6 Mrd.

US-Dollar) für Folgekosten der Manipulationen zurückgelegt. Dabei geht es nicht nur um Amerika – weltweit sind elf Millionen Wagen betroffen. Im April hatte VW bereits eine Grundsatzeinigung mit Klägern in den USA erzielt, nun folgte die genaue Ausgestaltung.

Verbraucherschützer fordern Schadenersatz auch für europäische Kunden. Eine solche Lösung für Europa hatte VW aber unter Verweis auf unterschiedliche Gesetzgebung wiederholt abgelehnt.

Für VW ist der Abgas-Skandal längst nicht ausgestanden. Es drohen Milliardenklagen von Anlegern wegen angeblicher Marktmanipulationen. Auch sind die Rückrufe noch nicht abgeschlossen.

OZ

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