Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft US-Justiz kontra Hapag-Lloyd
Nachrichten Wirtschaft US-Justiz kontra Hapag-Lloyd
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 23.03.2017
Container der Hapag-Lloyd-Reederei stapeln sich im Seehafen der Hansestadt Hamburg. Quelle: Foto: Imago
San Francisco/Hamburg

Die US-Justiz hat sich die weltgrößten Container-Reedereien wie Hapag-Lloyd und den Branchenführer Møller-Maersk wegen des Verdachts auf Preisabsprachen vorgenommen. Ermittler des US-Justizministeriums seien in ein Treffen der 20 größten Reedereien in San Francisco geplatzt, berichtete das „Wall Street Journal“ gestern. Sie hätten Spitzenmanagern mehrerer Unternehmen gerichtliche Aufforderungen zur Stellungnahme überreicht. Die Branche leidet seit Jahren unter den niedrigen Frachtraten.

Møller-Maersk und Hapag-Lloyd bestätigten, solche Schreiben erhalten zu haben. Das gilt dem Fachmedium „Lloyd’s List“ zufolge auch für die Großreederei MSC. Ein Hapag-Lloyd-Sprecher sagte in Hamburg, das Schreiben der US-Justiz enthalte keinen konkreten Vorwurf. „Wir werden voll kooperieren, wenn Unterlagen angefragt werden.“ Ähnlich äußerte sich Branchenprimus Maersk. Die Dänen betonten, der Ausgang der Untersuchung sei völlig offen. Angesichts des laufenden Verfahrens wolle man sich nicht weiter dazu äußern.

Bei dem Treffen handelte es sich um das sogenannte Box Club Meeting. „Box“ steht dabei für die Container, um die sich bei den Reedereien alles dreht. Der Vereinigung gehören nur die obersten Manager der weltgrößten Container-Linien an. Gegründet wurde der Club in den 1970er Jahren von dem damaligen Hapag-Lloyd-Chef Hans Jakob Kruse. Das Treffen findet regelmäßig an Orten rund um den Globus statt, diesmal in den USA.

OZ

Auf dem ehemaligen Flughafengelände Bremerhaven-Luneort nehmen die Arbeiten für den Aufbau des größten Windrades der Welt Gestalt an.

23.03.2017

Neuer Spitzenmann will Kurs seines Vorgängers Grube fortsetzen

23.03.2017

Verdienstzuwachs im vierten Quartal real nur bei 1,1 Prozent

23.03.2017
Anzeige