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US-Notenbank stoppt Citigroup beim Geldausgeben

Washington/New York US-Notenbank stoppt Citigroup beim Geldausgeben

Die US-Notenbank Fed schaut sich im zweiten Teil des jährlichen Stresstests an, wie viel Geld die Großbanken in Dividenden und Aktienrückkäufe stecken wollen.

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Die US-Notenbank hat der Citigroup eine geplante Aufstockung von Dividenden und Aktienrückkäufe untersagt. Foto: Justin Lane

Washington. Die US-Notenbank Fed schaut sich im zweiten Teil des jährlichen Stresstests an, wie viel Geld die Großbanken in Dividenden und Aktienrückkäufe stecken wollen. Bei der Citigroup hat sie dem Geldausgeben einen Riegel vorgeschoben.

Die Fed untersagte der Citigroup eine geplante Aufstockung von Dividenden und Aktienrückkauf. Den meisten anderen US-Großbanken genehmigte die Fed dagegen derartige Geldausgaben. Die Aktie der Citigroup fiel nachbörslich um mehr als sechs Prozent.

Die Fed hatte im zweiten Teil ihres jährlichen Stresstests die sogenannten Kapitalpläne von 30 US-Banken beziehungsweise US-Töchtern ausländischer Finanzfirmen untersucht. Damit soll sichergestellt werden, dass die Geldhäuser ihr Kapitalpolster durch Dividenden oder Rückkäufe von Aktien nicht zu stark angreifen. Je weniger Kapital eine Bank vorhält, desto anfälliger ist sie für Krisen.

Bei der Citigroup begründete die Fed ihr Nein unter anderem mit Defiziten in der Vorhersage der Bank, wie sich das globale Geschäft in einem Krisenfall entwickeln würde. Deshalb soll das New Yorker Geldhaus sein Kapital lieber zusammenhalten.

„Natürlich sind wir enttäuscht von der Entscheidung der Fed“, erklärte Citigroup-Chef Michael Corbat. Die Citigroup hatte die Finanzkrise 2008/2009 nur mit Staatshilfe überlebt. Corbat steht seit anderthalb Jahren an der Spitze des Konzerns und versucht, das Image aufzupolieren.

Um bei den Anlegern attraktiver zu werden, wollte er die Dividende pro Quartal von 1 auf 5 Cent erhöhen und den Aktienrückkauf von 1,2 Milliarden auf 6,4 Milliarden Dollar aufstocken. Er muss das Ansinnen nun zunächst auf Eis legen, während er in Nachverhandlungen mit der Fed eintritt.

Die Fed lehnte auch die Kapitalpläne der US-Tochtergesellschaften der britischen HSBC und RBS sowie der spanischen Santander ab - dabei geht es um Gelder, die sie ihren Mutterfirmen überweisen. Die US-Aufseher drängen schon seit einiger Zeit auf eine bessere Kapitalausstattung der Tochterfirmen ausländischer Banken.

Eine weitere Absage handelte sich die US-Regionalbank Zions Bancorporation ein. Dies war das einzige Institut, das schon im ersten Teil des Stresstests in der vergangenen Woche durchgefallen war. Dabei hatte die Fed eine Wirtschaftskrise am Computer simuliert und die Widerstandsfähigkeit der Banken getestet.

Zahlreiche Finanzkolosse wie Branchenprimus JPMorgan Chase erklärten direkt nach dem Okay der Fed, ihre Aktienrückkauf-Programme und Dividenden aufstocken zu wollen. Die Bank of America und Goldman Sachs hatten ihre Pläne zwischenzeitlich überarbeitet und bekamen danach ebenfalls den Segen der Notenbank.


Mitteilung JPMorgan Chase
Mitteilung Bank of America
Goldman-Sachs-Mitteilung
Citigroup-Mitteilung
Fed-Mitteilung



dpa

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