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Unilever lehnt Angebot von Kraft Heinz ab

Fusionsvorschlag Unilever lehnt Angebot von Kraft Heinz ab

Der amerikanische Ketchup- und Lebensmittel-Hersteller Kraft Heinz streckt die Fühler nach dem britisch-niederländischen Konsumgüter-Riesen Unilever aus. Die ersten Annäherungsversuche stießen auf wenig Gegenliebe.

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Das wohl berühmteste Produkt des amerikanischen Ketchup- und Lebensmittel-Herstellers Kraft Heinz.

Quelle: Angelika Warmuth

London. Der US-Lebensmittelriese Kraft Heinz hat Interesse an einer Übernahme des Konsumgüterkonzerns Unilever angemeldet. Die Amerikaner bestätigten, dem britisch-niederländischen Hersteller von Dove-Seife, Axe-Duschgel oder Lipton-Tee eine Fusion angeboten zu haben.

Laut einer Mitteilung an die Börse hat Unilever den Vorschlag aber abgelehnt. Kraft wolle weiter an dem Vorhaben arbeiten. Es sei aber nicht sicher, ob letztlich eine verbindliche Offerte zustande komme.

Ein Zusammenschluss der Branchenschwergewichte hätte riesige Ausmaße. Unilever hatte zuletzt einen Börsenwert von etwa 112 Milliarden Britischen Pfund (131 Mrd Euro), Kraft Heinz brachte es auf rund 85 Milliarden Pfund (99 Mrd Euro). Bei Anlegern sorgte die Nachricht für starke Reaktionen. Unilever-Aktien legten etwa an der Börse in Amsterdam zeitweise um fast zehn Prozent zu, während die von Kraft Heinz im vorbörslichen US-Handel um knapp fünf Prozent stiegen. Die Papiere von Konkurrenten wie etwa Mondelez gerieten hingegen unter Druck.

Kraft Heinz wird von der brasilianischen Private-Equity-Gesellschaft 3G Capital kontrolliert, die mit dem Philadelphia- und Capri-Sonne-Hersteller und der Ketchup-Ikone 2015 zwei US-Traditionsmarken zusammengeführt hatte. Die Fusion hatte auch der Starinvestor und Multimilliardär Warren Buffett mit seiner Firma Berkshire Hathaway maßgeblich mit eingefädelt. Zuletzt war an den Finanzmärkten verstärkt über weitere gemeinsame Deals spekuliert worden.

Im Dezember hatten bereits Gerüchte über eine Wiedervereinigung von Kraft Heinz mit dem Oreo- und Milka-Hersteller Mondelez kurzzeitig für Aufregung an der Börse gesorgt. 2012 hatte sich der damalige Kraft-Konzern unter dem Druck von Investoren aufgespalten. Das Snack- und Süßwarengeschäft sowie das Lebensmittel-Geschäft außerhalb Nordamerikas waren zu Mondelez ausgelagert worden.

dpa

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