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Urteil: Küken-Töten vereinbar mit Tierschutz

Münster Urteil: Küken-Töten vereinbar mit Tierschutz

Das umstrittene Töten von Millionen männlichen Küken aus Legehennenrassen in Brütereien verstößt nicht gegen das Tierschutzgesetz. Dies entschied gestern das Oberverwaltungsgericht (OLG) Münster.

Münster. Das umstrittene Töten von Millionen männlichen Küken aus Legehennenrassen in Brütereien verstößt nicht gegen das Tierschutzgesetz. Dies entschied gestern das Oberverwaltungsgericht (OLG) Münster. Damit setzten sich zwei Brütereien auch in zweiter Instanz mit einer Klage gegen ein behördliches Verbot der Kükentötung in Nordrhein-Westfalen durch.

Hintergrund der seit geraumer Zeit praktizierten Kükentötung ist, dass die Agrarindustrie für männliche Nachkommen der Legehuhnrassen keine Verwendung hat – sie legen weder Eier noch setzen sie gut Fleisch an.

Bundesweit wurden im Jahr 2012 etwa 45 Millionen männliche Küken direkt nach dem Schlüpfen geschreddert oder vergast. 2013 hatte das nordrhein-westfälische Agrarministerium die Aufsichtsbehörden per Erlass zu einem Verbot der Kükentötung angewiesen. Gegen die daraufhin verhängten Verbotsverfügungen gingen die klagenden Brütereien gerichtlich vor. Wie zuvor bereits beim Verwaltungsgericht Minden hatten die beiden Brütereien nun auch beim OVG Münster Erfolg. In dem Fall müssten „ethische Gesichtspunkte des Tierschutzes und menschliche Nutzungsinteressen“ gegeneinander abgewogen werden, betonte das OVG – ohne dass einem der Belange ein strikter Vorrang zukomme.

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) bezeichnete das Schreddern als „barbarisches Treiben“ und „moralisch-ethisch nicht vertretbar“. In Niedersachsen werde das Töten männlicher Eintagsküken ab Ende 2017 verboten sein. Derzeit gelte eine Übergangsfrist, bis Alternativen, wie die Früherkennung des Geschlechts im Ei, ausgereift seien.

Az.: 20 A 488/15 und 20 A 530/15

OZ

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