Volltextsuche über das Angebot:

0 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
VW-Betriebsrat fordert Aufklärung nach Tierversuchen

Ermittlungen zum VW-Skandal VW-Betriebsrat fordert Aufklärung nach Tierversuchen

Der VW-Konzern steckt schon wieder in der Bredouille. Neue brisante Details, die im Zuge der „Dieselgate“-Ermittlungen herauskamen, bringen den Wolfsburger Autoriesen in Erklärungsnot. Auch Daimler und BMW sind betroffen.

Voriger Artikel
Wirtschaftsexperte fordert Rücktritt von VW-Chef
Nächster Artikel
Das Ende der Banken

Auspuff eines VW Tiguan: Volkswagen soll Affen im Testlabor mit Abgasen traktiert haben.

Quelle: Julian Stratenschulte

Berlin. Angesichts der Verstrickung des Volkswagen-Konzerns in Tierversuche beim Test von Dieselabgasen fordert der Betriebsrat eine eingehende Untersuchung. „Wir werden hierzu eine umfassende Aufklärung einfordern“, sagte Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh der „Welt“.

„Wenn das so stimmt, dann hat das mit einwandfreiem ethisch-moralischen Verhalten nichts, aber auch gar nichts zu tun.“ Sollten damalige Verantwortliche noch an Bord sein, „dann müssen personelle Konsequenzen geprüft werden“, verlangte er.

Der Autobauer hatte sich am Wochenende für die in den USA durchgeführten Versuche entschuldigt, bei denen Affen gezielt Schadstoffen ausgesetzt worden waren. Diese Tests waren Teil einer Studie, die beweisen sollte, dass die Diesel-Schadstoffbelastung dank moderner Abgasreinigung erheblich abgenommen hat. Deshalb hatte die EUGT („Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor“) - eine von VW, Daimler und BMW finanzierte Lobby-Initiative - sie beim US-amerikanischen Lovelace Respiratory Research Institute in Auftrag gegeben. Federführend war laut dem Studienleiter dabei VW.

Nach einem Bericht der „Stuttgarter Zeitung“ (Montag) förderte die EUGT auch ein Experiment, bei dem sich menschliche Probanden dem Reizgas Stickstoffdioxid aussetzten; Autoabgase gelten als dessen wichtigste Quelle. Dabei wurden an einem Institut des Universitätsklinikums Aachen 25 Personen untersucht, nachdem sie jeweils über mehrere Stunden NO2 in unterschiedlichen Konzentrationen eingeatmet hatten. Laut der 2017 aufgelösten EUGT wurde keine Wirkung festgestellt.

Der zuständige Institutsleiter Thomas Kraus sagte der Zeitung jedoch, die 2016 veröffentlichte Studie sei nur eingeschränkt aussagekräftig. Zum einen ließen sich die Befunde nicht auf die gesamte Bevölkerung übertragen, zum anderen sei Stickstoffdioxid nur ein Teil der gesamten Luftbelastung.

Stickstoffdioxid ist ein ätzendes Reizgas, es schädigt laut Umweltbundesamt das Schleimhautgewebe im gesamten Atemtrakt und reizt die Augen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Fahrbericht
Das erste eigenständige Auto des noblen Citroën-Ablegers DS kommt: Ende Februar startet der DS7 Crossback.

Mit Savoir Vivre und Pariser Chic will sich die noble Citroën-Schwester DS als bezahlbare Premium-Alternative etablieren. Damit macht sie beim neuen DS7 Crossback ernst. Das erste SUV der Marke ist völlig eigenständig und bietet technologisch wieder etwas Avantgarde.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.