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VW baut 30000 Jobs weltweit ab

Wolfsburg VW baut 30000 Jobs weltweit ab

„Zukunftspakt“ soll Milliarden-Kürzungen und Ausgaben in Balance bringen

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Wolfsburg. /San Francisco. Die Führung von Volkswagen hat den „Zukunftspakt“ mit der Kappung Zehntausender Stellen in den nächsten Jahren vor der Belegschaft verteidigt. Konzernchef Matthias Müller, Betriebsratschef Bernd Osterloh und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan  Weil (SPD) erläuterten auf einer Betriebsversammlung im Wolfsburger Stammwerk die massiven Kürzungen, die zugleich Mittel für E-Autos, neue Technologien und Dienstleistungen freisetzen sollen.

Volkswagen-Konzernchef

Matthias Müller

FOTO: PHILIPP VON DITFURTH / DPA

Müller sagte, Ziel sei es, die Marke VW „effizienter, produktiver und wettbewerbsfähiger“ zu machen. Das anfangs zwischen Management und Betriebsrat umstrittene Konzept hatten beide Seiten vor zwei Wochen vorgelegt. Nun erfuhren etwa 20 000 Mitarbeiter weitere Details. Osterloh versuchte, Sorgen bei den Beschäftigten zu mildern. „Der Zukunftspakt ist ein wichtiges Signal für den Standort Deutschland und für die Zukunft unserer Werke“, sagte er. Das Programm enthalte Schritte zum Ausbau der Elektromobilität: „Wir haben die Produktion von zwei Elektrofahrzeugen in die deutschen Werke geholt. Und der erste rein elektrische SUV der Marke VW kommt ab 2020 aus Wolfsburg.“

Der Pakt sieht vor, dass bis zum Jahr 2025 an den deutschen VW-Standorten bis zu 23000 und weltweit bis zu 30000 Jobs wegfallen. Der Autobauer will dies ohne betriebsbedingte Kündigungen schaffen – etwa über eine stärkere Nutzung von Altersteilzeit.

Der Betriebsratschef forderte, erste Beschäftigte sollten schon nach dem Jahreswechsel „Angebote bekommen, wie und wann sie in die Altersteilzeit gehen können“. Parallel dazu will VW viel Geld in die Elektromobilität und den Ausbau neuer Dienstleistungen stecken. Es werden zudem 9000 Stellen geschaffen, so dass sich der Netto-Abbau in Deutschland unterm Strich auf 14 000 Arbeitsplätze verringert.

Indes wurde bekannt, dass die für gestern geplante Gerichts-Anhörung zum Volkswagen-Skandal in San Francisco verschoben wurde. Sie findet nun am 16. Dezember statt. Bei dem Termin geht es um die rund 80000 betroffenen Dieselautos in den USA mit Drei-Liter-Motoren. Für die 500000 Autos mit Zwei-Liter-Motoren war bereits eine Vergleichszahlung erzielt worden.

OZ

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