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Wirtschaft VW sieht 2013 als Bewährungsprobe
Nachrichten Wirtschaft VW sieht 2013 als Bewährungsprobe
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16:21 14.03.2013
Papst Franziskus verlässt die Basilika Santa Maria Maggiore und steigt in einen VW. Foto: Ciro Fusco
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Wolfsburg

Das kündigte VW-Chef Martin Winterkorn am Donnerstag zur Bilanzvorlage in Wolfsburg an. Der Dax-Konzern macht heute ein Drittel seines Absatzes im Reich der Mitte und will dort in fünf Jahren vier Millionen Fahrzeuge produzieren können - aktuell liegt die Produktionskapazität bei 2,3 Millionen Fahrzeugen.

Während China brummt, rechnet VW angesichts der Absatzkrise in Europa für die nächste Zeit aber mit vielen Widrigkeiten. „2013 wird für die gesamte Branche zum Jahr der Bewährung. Auch für uns. Der Wettbewerbsdruck ist hoch und steigt weiter“, sagte Winterkorn.

Der Überschuss des Konzerns war 2012 wegen Sondereffekten aus der Porsche-Übernahme um fast 40 Prozent auf die Rekordzahl von fast 22 Milliarden Euro emporgeschnellt, der höchste Wert, den ein deutscher Konzern bislang erzielt hat.

Winterkorn bekräftigte die bereits im Februar aufgestellte Prognose, wonach der Zwölf-Marken-Konzern dieses Jahr zwar mehr Geld umsetzen und mehr Fahrzeuge absetzen wolle, aber nicht davon ausgehe, dass das laufende Geschäft mehr Gewinn abwirft. An dieser Stelle sei das Ziel „wieder das hohe Vorjahresniveau zu erreichen“, stellte Winterkorn in Aussicht. Sein Finanzchef Hans Dieter Pötsch sprach von einer „realistischen Grundlage“. 2012 hatte VW vor Zinsen und Steuern (Ebit) 11,5 Milliarden Euro eingefahren.

Dabei wird 2013 das erste komplette Jahr sein, in dem Porsche als profitabelster Autobauer der Welt ganz unter VW-Dach steht. Die Schwaben gehören seit August 2012 vollständig zum Konzern dazu und steuerten alleine in diesen fünf Monaten operativ fast eine Milliarde Euro bei. Doch angesichts der konstanten Ebit-Prognose scheint VW nun nicht davon auszugehen, dass dieses absehbare Porsche-Plus 2013 das Gesamtergebnis der VW-Familie merklich beflügelt. Bremsen dürften die Nutzfahrzeuge im Konzern, Pötsch erwartet ein „schwieriges Jahr“. Die Integration der Lkw-Marken MAN und Scania ist eine VW-Dauerbaustelle.

Winterkorn, der für 2012 rund 14,5 Millionen Euro Einkommen bekam, warnte vor zu viel Euphorie: „Die konjunkturelle Großwetterlage bleibt unsicher. Insbesondere Europa bleibt ein Wackelkandidat - die Schuldenkrise ist nicht überwunden. Die Märkte hier bleiben auf absehbare Zeit schwach.“

Dennoch stehe das Langfristziel weiter: „Wir wollen den Volkswagen-Konzern bis 2018 an die Weltspitze der Automobilindustrie führen“, sagte der Manager. VW sei dabei überzeugt, dass sich die Wachstumschancen weiter weg aus der alten Welt und hin vor allem nach Übersee verschieben. Die seit Jahren vorangetriebene Internationalisierung zahle sich nun aus. „Wir verkaufen heute rund 60 Prozent unserer Fahrzeuge außerhalb Europas“, betonte Winterkorn. „Mit dieser globalen Aufstellung können wir Zwischentiefs einzelner Märkte ausgleichen.“ Ein klarer Schwerpunkt der künftigen Ausgaben sei daher die Stärkung der globalen Präsenz.

Für die kommenden Jahre seien mindestens zehn neue Werke geplant - sieben davon baue VW in China, kündigte Winterkorn an. Die Entscheidung für Fabrik Nummer sieben sei jüngst erst gefallen. Sie solle im Süden oder Südwesten des Riesenreichen entstehen.

„Bis 2018 erhöhen wir unsere Kapazitäten in China auf über vier Millionen Fahrzeuge - parallel zur boomenden Nachfrage“, sagte Winterkorn. „Die Zukunft von Volkswagen entscheidet sich mehr und mehr in China, Russland, Indien, Amerika und Südostasien.“ Deutschlands größter Industriekonzern zählt weltweit 100 Werke. Zwölf stehen inzwischen schon auf dem wichtigsten Absatzmarkt China, sieben folgen nun dort.

Die Börse reagierte am Vormittag negativ auf die Bilanz. Die Vorzugspapiere verloren zeitweise rund drei Prozent an Wert.

dpa

Die Lage an den Internationalen Wertpapierbörsen am 14.03.2013 um 15:15 Uhr (New York Vortagsschluss):

15.03.2013

US-Finanzmarktaufseher prüfen laut einem Zeitungsbericht, ob Banken den größten Goldmarkt der Welt manipuliert haben. Das berichtet das „Wall Street Journal“ (WSJ) am Donnerstag mit Bezug auf Insider.

15.03.2013

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Donnerstag gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2937 (Mittwoch: 1,2981) Dollar fest.

19.03.2013
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