Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Vattenfall-Beschäftigte demonstrieren gegen Stellenabbau
Nachrichten Wirtschaft Vattenfall-Beschäftigte demonstrieren gegen Stellenabbau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:37 08.03.2013
Ein Mitarbeiter des Energiekonzerns Vattenfall demonstriert mit Kollegen aus Hamburg, Cottbus und Berlin vor der Berliner Zentrale gegen die Streichung von 1500 Arbeitsplätzen. Foto: Kay Nietfeld
Anzeige
Berlin

e. „Die Zitrone ist ausgequetscht, jetzt ist Schluss“, rief Konzernbetriebsratschef Rainer Kruppa ihnen zu. Die Gewerkschaften riefen zu bundesweiten Warnstreiks am 19. März auf, einen Tag vor der nächsten Tarifverhandlungsrunde bei der Vattenfall GmbH.

Der schwedische Mutterkonzern Vattenfall AB hatte am Mittwoch angekündigt, in diesem und im nächsten Jahr insgesamt 2500 Stellen abzubauen, davon 1500 in Deutschland. 250 bis 300 Stellen sollen in Berlin abgebaut werden, wie Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) im Abgeordnetenhaus sagte.

Der von Vattenfall angekündigte Stellenabbau verstoße nicht gegen die Beschäftigungssicherungsvereinbarung mit dem Senat, sagte die CDU-Politikerin. Die derzeitige Zahl der Vattenfall-Mitarbeiter liege deutlich über der vereinbarten. Auch nach einem Wegfall von bis zu 300 Stellen in Berlin würden die Vereinbarungen noch eingehalten.

Die Gewerkschaften kämpfen derzeit bei Vattenfall in der laufenden Tarifrunde für 6,5 Prozent mehr Geld für die 20 000 Beschäftigten. Kruppa sagte: „Bevor wir über irgendwas verhandeln, bedarf es einer Voraussetzung: Dass keiner um seinen Arbeitsplatz fürchten muss.“

Der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen müsse verlängert werden. Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft IG BCE, Holger Nieden, nannte den geplanten Stellenabbau völlig überzogen und nicht begründet. „Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Standorte steht außer Frage.“ Zügellose Raffgier und bedenkenlose Gewinnmaximierung griffen um sich.

dpa

Europas Währungshüter sehen zunehmend Anzeichen für ein Ende der Krise in Europa. Noch sei die Lage fragil, aber es zeichne sich eine Erholung ab, sagte EZB-Präsident Mario Draghi in Frankfurt.

08.03.2013

Wenn ein Neuwagen deutlich mehr Kraftstoff verbraucht als versprochen, darf der Kunde von dem Kaufvertrag zurücktreten. Das hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden.

07.03.2013

Für große Schiffe bleibt der Nord-Ostsee-Kanal voraussichtlich noch bis Ende übernächster Woche gesperrt. Wegen der defekten Schleusenanlagen in Brunsbüttel müssen sie den langen Umweg über den Skagerrak um Dänemarks Nordspitze herum nehmen.

08.03.2013
Anzeige