Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 3 ° stark bewölkt

Navigation:
Verband: Christbaum-Preise bleiben stabil

Makellose Bäume bevorzugt Verband: Christbaum-Preise bleiben stabil

Frohe Weihnachten schon mal - Christbäume werden in diesem Jahr nicht teurer als 2015. Auch die Vorlieben der Deutschen haben sich nicht verändert: Am liebsten eine Nordmanntanne und kerzengrade!

Bühl. Für einen Weihnachtsbaum müssen Verbraucher nicht mehr hinblättern als im vergangenen Jahr. Die Preise für Nordmanntanne und Co. bleiben nach Einschätzung des Bundesverbandes der Weihnachtsbaumerzeuger (BWS) weiter stabil.

In den vergangenen drei Jahren seien relativ wenig Bäume durch Frost geschädigt worden, sagte Geschäftsführer Martin Rometsch der Deutschen Presse-Agentur. Ein harter Wintereinbruch könne die „Ernte“ der Bäume zwar noch beeinträchtigen und damit für etwas höhere Preise sorgen. Dies sei aber wenig wahrscheinlich.

Insgesamt steige der Kundenwunsch nach Premiumbäumen in makellosem Zustand weiter. Aber: „Beste Qualität bleibt knapp“, sagte Rometsch. Durchschnittlich könne ein Landwirt, der Christbäume anbaut, nur mit 50 Prozent sogenannter A-Qualität rechnen; 30 bis 40 Prozent sei B- und C-Ware. Rund zehn Prozent gelten als Ausschuss.

Der BWS rechnet für 2016 mit unveränderter Nachfrage nach etwa 24 bis 25 Millionen Christbäumen. Des Deutschen liebster Christbaum bleibt dabei die Nordmanntanne. Dafür müssen die Verbraucher zwischen 18 und 23 Euro pro Meter zahlen. Die Blaufichte, abgeschlagen auf Platz zwei der liebsten Weihnachtsbäume in Deutschland, kostet 10 bis 12 Euro und die Rotfichte 6 bis 8 Euro pro Meter.

Wegen der Nachfrage nach Bäumen ohne Makel steige der Pflegeaufwand stetig. Zehn Jahre etwa stehe ein Weihnachtsbaum, bevor er geschlagen wird, sagte Rometsch. Bis dahin seien regelmäßige Schnittkorrekturen nötig „für einen optimalen pyramidalen Aufbau“. Manchmal sei aber auch alle Pflege umsonst. „Dann lässt sich einmal ein schwerer Vogel auf der Spitze nieder, sie bricht ab, und Sie können den Baum nicht mehr verkaufen.“

Rund 90 Prozent aller in Deutschland verkauften Christbäume stammen BWS-Angaben zufolge inzwischen aus Deutschland. Der Rest komme aus Dänemark. Die dänische Branchenvereinigung Danske Juletræer berichtete hingegen von fünf Millionen nach Deutschland exportierter Bäume. Das würde etwa 20 Prozent des Gesamtabsatzes hierzulande entsprechen.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) schätzt die Zahl der Produzenten auf 2000 bis 4000, die im Neben- oder Haupterwerb Weihnachtsbäume anbauen. Die Angaben zur Anbaufläche schwanken den Angaben zufolge zwischen 30 000 und 50 000 Hektar. Zwei Drittel der deutschen Christbäume werden in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen produziert.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Zu feuchter Frühsommer

Mehr Qualität, aber weniger Quantität: Das Deutsche Weininstitut rechnet in diesem Jahr mit fünf Prozent weniger Wein. Schuld daran ist das Wetter.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.