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Verband bekräftigt: Brexit gefährdet deutsche Fischerei

Große Fanggebiete bedroht Verband bekräftigt: Brexit gefährdet deutsche Fischerei

Großbritanniens Fischer sind entschiedene Befürworter des Brexit. Sie wollen die britischen Fanggebiete nicht länger mit der ganzen EU-Flotte teilen. Ob das so kommt, bleibt abzuwarten.

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Sollte Großbritannien seinen Anspruch auf die halbe Nordsee vollständig durchsetzen, müssten deutsche Fischer auf 50 Prozent der gesamtdeutschen Fangmenge verzichten.

Quelle: Carsten Rehder

Hamburg/Berlin. Die deutsche Fischerei hat abermals vor den Folgen des bevorstehenden britischen EU-Austritts gewarnt. Traditionell genutzte Fanggebiete könnten vollständig verloren gehen.

Sollte Großbritannien seinen Anspruch auf die halbe Nordsee vollständig durchsetzen, betreffe dies 50 Prozent der gesamtdeutschen Fangmenge und 30 Prozent der Gesamtumsätze, warnte der Deutsche Hochseefischerei-Verband in einer Mitteilung. Die britische Premierministerin Theresa May will am 29. März die offizielle Erklärung für den Austritt Großbritanniens aus der EU abgeben, wie sie am Montag angekündigt hatte.

Für die Fischer geht es dabei unter anderem um Hering, Makrele, Blauer Wittling, Plattfische und Kaisergranat. 100 Prozent der deutschen Nordseeherings-Quote werden den Angaben zufolge in der britischen Zone gefangen. Die Branche sorgt sich, dass Großbritannien nach dem Brexit den EU-Staaten die Einfahrt in seine 200-Seemeilen-Zone verwehren könnte.

„Unser Ziel ist es, dass durch den Brexit keine Arbeitsplätze gefährdet werden und auch Preissteigerungen für den Verbraucher vermieden werden“, betonte der Vorsitzende des Verbandes, Uwe Richter.

Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) versicherte, die Fischerei werde ein wichtiges Thema der Brexit-Verhandlungen sein. „Mit meinen EU-Amtskollegen arbeite ich gerade an einer gemeinsamen Position. Unser Ziel ist es, auch weiterhin Fang- und Zugangsrechte in den britischen Gewässern zu erhalten“, so Schmidt. Zwar würden die Brexit-Verhandlungen schwierig, es bestehe aber kein Anlass zur Schwarzmalerei. Die Fischereipolitik bleibe schon wegen des Schutzes vor Überfischung eine gemeinsame Aufgabe.

dpa

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