Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° Schneeschauer

Navigation:
Verbraucherschützer werben für Ampel-Logos auf Lebensmitteln

«Großer Schritt nach vorne» Verbraucherschützer werben für Ampel-Logos auf Lebensmitteln

Wie könnten „Dickmacher“ im Supermarktregal leichter zu erkennen sein? Verbraucherschützer machen sich dafür stark, dass die neue Bundesregierung ein umstrittenes Modell endlich in Angriff nimmt.

Voriger Artikel
Mindestpersonalschlüssel für Pflegeheime gefordert
Nächster Artikel
Akzeptanz für pilotenlose Flugzeuge wird steigen

Verbraucherschützer wollen eine klarere Kennzeichnung von Lebensmitteln.

Quelle: Rainer Jensen

Berlin. Die Verbraucherzentralen setzen auf einen neuen Anlauf für eine Ampelfarben-Kennzeichnung für Salz, Zucker und Fett in vielen Lebensmitteln.

Es wäre „ein großer Schritt nach vorne“, wenn die nächste Bundesregierung hier mit guter Verbraucherinformation ernst mache, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur. Angesichts von Initiativen in Europa auch direkt aus der Branche drohe Deutschland sonst zum Schlusslicht zu werden.

Das für eine gesündere Ernährung seit längerem diskutierte Modell, Nährwerte je nach Gehalt prägnant in Rot, Gelb oder Grün auf der Packung anzugeben, steht im Wahlprogramm der SPD und könnte in Koalitionsgesprächen mit der Union zum Thema werden.

„Niemand käme auf die Idee, einen Apfel oder Wasser oder Fleisch zu kennzeichnen“, sagte Müller. Anders sei dies bei zusammengesetzten Produkten wie etwa Fertigpizza. Es gebe heute schon Varianten mit höherem oder niedrigerem Gehalt an Fett und Salz. „Darum ist die eigentliche Wirkung der Ampel-Kennzeichnung, dass die Hersteller sich überlegen: Kann ich meine Rezeptur verbessern?“

Eine solche Farb-Kennzeichnung, die leichter verständlich sein soll als die verpflichtenden Nährwerttabellen auf den Packungen, ist seit Jahren umstritten. Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) warnte vor unzulässiger Vereinfachung. Die deutsche Lebensmittelwirtschaft sieht das Modell äußerst kritisch. Die Lebensmittelkonzerne Mondelez, Coca-Cola, Mars, Nestlé, Pepsi und Unilever hatten sich jedoch Anfang Dezember für eine einheitliche europäische Ampel-Kennzeichnung auf Grundlage eines Modells in Großbritannien stark gemacht.

Müller sagte, die Initiative der Hersteller sei „ein bisschen geschummelt, weil sie immer noch versuchen, uns unterschiedliche Portionsgrößen unterzujubeln“. Bezogen sein müsse die jeweilige Farbe immer einheitlich auf 100 Gramm oder 100 Milliliter. Der vzbv-Chef fügte hinzu: „Man muss natürlich aufpassen, dass das System auch für die kleineren Lebensmittelhersteller beherrschbar ist.“

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Zunehmende Konzentration
Mehr als 160 Gesellschaften tummeln sich an Europas Himmel.

Air Berlin ist vom Himmel verschwunden, die Lufthansa fliegt Rekordgewinne ein. Die Schlacht um die Überreste der Air Berlin ist noch nicht vorbei.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.