Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Verbraucherzentralen kritisieren Informationen für Bankkunden
Nachrichten Wirtschaft Verbraucherzentralen kritisieren Informationen für Bankkunden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:17 16.03.2013
Bankenviertel in Frankfurt am Main: Aus Sicht der Verbraucherzentralen verschleiern Banken vielfach eigene Gewinn-Interessen beim Verkauf von Finanzprodukten. Foto: Nicolas Armer/Archiv
Berlin

n. Manche Banken und Sparkassen nutzten aber Schlupflöcher, um Offenlegungsvorgaben zu umgehen. So würden Wertpapiere zu Festpreisen verkauft, bei denen nicht über Gewinnspannen informiert werden muss. Auch beim Vertrieb von Zertifikaten oder Fonds-Anteilen mit Provision sei die vorgeschriebene Information für die Kunden oft nur schwer verständlich. Nötig seien schärfere Kontrollen und Gesetze.

Bei einer Untersuchung des vzbv zur Informations-Praxis hätten 65 von 126 angeschriebenen Instituten gar nicht reagiert, kritisierte Billen. „Hier scheint die Branche aus der Finanzkrise nicht gelernt zu haben.“ Aus 25 Antworten auf den Fragekatalog ergebe sich eine Tendenz, dass Geldhäuser Finanzprodukte häufig nicht mehr auf klassische Weise als Kommissionsgeschäft anbieten. Hierbei kaufen Banken Wertpapiere auf Rechnung des Kunden und erhalten dafür vom Anbieter eine Provision, die dem Kunden genannt werden muss.

Dagegen bestehen keine Informationsansprüche zur Gewinnmarge, wenn eine Bank Wertpapiere auf eigene Rechnung kauft und zum Festpreis an Kunden weiterverkauft. Mit diesem Formwechsel könne offenkundig der bisherige Ansatz zur Schaffung von Transparenz infrage gestellt werden, kritisierte Billen. „Wo es versteckte Interessen gibt, müssen sie offengelegt werden.“ Dies solle unabhängig von der Bezeichnung des Produkts gelten. Der vzbv monierte zudem, dass Provisionen oft in Prozent, aber nicht leichter verständlich in Euro beziffert würden.

Das Bundesverbraucherministerium betonte, Kunden müssten Kosten von Finanzprodukten auf einen Blick erkennen können. Ein Sprecher verwies auf schon vorgeschriebene Protokolle von Beratungsgesprächen und Informations-Blättern zu Funktionsweise und Risiken. Wenn es Grauzonen oder Regelungslücken geben sollte, seien sie zu schließen.

dpa

Im Skandal um fehlgeschlagene Spekulationen im Milliardenhöhe gerät die US-Großbank JPMorgan unter massiven Druck. Das Institut habe bei den aufgeflogenen Zockereien einer Londoner Abteilung Risiken ignoriert, Verluste vertuscht, die Aufsicht getäuscht und die Öffentlichkeit in die Irre geführt, heißt es in einem Untersuchungsbericht des US-Senats.

15.03.2013

An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im elektronischen Handel (Xetra) am 15.03.2013 um 13:05 Uhr folgende Kurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt. (Stand und Veränderung zur Schlussnotierung am vorherigen Börsentag bei Aktien in Euro, bei Indizes in Punkten).

15.03.2013

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs ist am Freitag leicht gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete im Mittagshandel 1,3057 US-Dollar. Im asiatischen Handel hatte sie noch bei 1,30 Dollar notiert.

19.03.2013