Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° wolkig

Navigation:
Verkehrsministerium lässt Teslas Fahrassistenz-System prüfen

Berlin Verkehrsministerium lässt Teslas Fahrassistenz-System prüfen

Teslas Fahrassistent „Autopilot“ ist ins Blickfeld deutscher Behörden geraten. Der Elektroauto-Anbieter verweist auf die europäische Zulassung in den Niederlanden.

Berlin. Das jüngst in einen tödlichen Unfall verwickelte Fahrassistenz-System „Autopilot“ des Elektroauto-Herstellers Tesla wird von deutschen Behörden unter die Lupe genommen.

„Wir klären den technischen Sachstand auf“, erklärte das Bundesverkehrsministerium zu einem Vorabbericht des Magazins „Der Spiegel“. „Momentan ist das eine normale Sachstandsgewinnung, die innerhalb von Kraftfahrt-Bundesamt und Ministerium läuft“, teilte ein Sprecher mit.

Der „Spiegel“ schreibt in seiner neuen Ausgabe, es gehe um Hinweise, wonach bei dem Tesla-System Funktionen integriert worden seien, für die es im Rahmen der sogenannten Typgenehmigung keine Sicherheitsüberprüfung gegeben habe. Konkret handele es sich um Funktionen für Überholvorgänge.

Tesla betonte, die fünf Elemente des „Autopilot“-Systems - Lenken, Spurwechsel, automatisches Einparken, Warnung von seitlichen Kollisionen und die Möglichkeit, ein parkendes Auto vorfahren zu lassen - seien in Europa in den Niederlanden zugelassen worden. Der Überhol-Assistent sei dabei ein Teil der Spurwechsel-Funktion. Tesla sei bekannt, dass das Kraftfahrt-Bundesamt die "Autopilot"-Komponenten überprüfe und das Unternehmen kooperiere in allen Aspekten, hieß es.

Zuvor hatte auch die „Süddeutsche Zeitung“ am Freitag ohne nähere Details geschrieben, „Technikexperten der EU-Kommission“ diskutierten, ob „Autopilot“ von der Typzulassung gedeckt sei.

Tesla hatte im vergangenen Herbst das „Autopilot“-System per Software-Update zur Verfügung gestellt. Es ist eine Kombination aus Fahrassistenz-Funktionen, mit denen das Auto vor allem Spur, Tempo und Abstand halten kann. Tesla betonte stets, „Autopilot“ mache die Wagen nicht zu selbstfahrenden Autos und die Fahrer müssten zu jeder Zeit die Kontrolle über die Verkehrs-Situation behalten. Zugleich zeigen zahlreiche Videos im Internet, dass viele Fahrer die Steuerung ganz dem System überließen.

Zuletzt wurde bekannt, dass bereits Anfang Mai ein US-Fahrer starb, als sein Tesla mit eingeschalteter „Autopilot“-Funktion unter einen querenden Lastwagen-Anhänger fuhr. Nach Angaben von Tesla hielt die Software die weiße Seite des Anhängers für ein hochhängendes Autobahnschild.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Berlin
Und noch ein Geländewagen: Der Kia Niro kommt im September auf den Markt.

Kia steigt mit dem neuen Niro ins Boomsegment der kleinen Geländewagen ein. Und damit niemand über einen zu hohen Verbrauch schimpft, gibt’s den kleinen Bruder von Sportage und Sorento nur mit Hybrid-Antrieb.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.