Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Vom Immobilienboom im Osten profitieren die großen Städte
Nachrichten Wirtschaft Vom Immobilienboom im Osten profitieren die großen Städte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:50 28.09.2016
Anzeige
Potsdam/Bonn

Die bundesweit große Nachfrage nach Eigenheimen und Immobilien-Investitionen ist im Osten eher punktuell in Großstädten und dem direkten Umland zu beobachten.

„Der Osten ist hier anders aufgestellt als der Westen“, sagte Matthias Waltersbacher vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung in Bonn. Der Boom werde vor allem durch den regionalen und überregionalen Zuzug in die großen Städte getragen. Davon habe der Osten vergleichsweise wenig. Trotz eines leichten Anstiegs bleibe die Preisentwicklung insgesamt deutlich unter Westniveau.

Waltersbacher und sein Team erstellten den Bericht zum Wohnungs- und Immobilienmarkt in Deutschland. Demnach wurden für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser im bundesweiten Schnitt 2014 rund 383 000 Euro in den kreisfreien Großstädten gezahlt. Das sei gut ein Viertel mehr als noch 2009. Im Osten stiegen die Preise im gleichen Zeitraum um gut 7 Prozent auf durchschnittlich 242 300 Euro. Teuerste Pflaster im Osten sind demnach - Berlin ausgeklammert - Potsdam und Jena.

Da die Städte vor allem vom Zuzug aus der Region profitierten, seien Immobilien in den schrumpfenden Regionen nahezu unverändert günstig. „Das gilt etwa für die Uckermark, das Erzgebirge oder das nördliche Thüringen sowie Teile von Sachsen-Anhalt“, nannte Waltersbacher Beispiele.

Von einem gespaltenen Osten will der Regionalvorsitzende des Immobilienverbandes Deutschland, Karl-Heinz Weiß, hingegen nicht sprechen. Der Verband sieht durchaus auch Chancen für den ländlichen Raum und eine sich anbahnende Trendwende. Wegen des Preisanstiegs in den vergangenen drei Jahren entschieden sich wieder mehr Familien für ein Häuschen im Grünen. Dennoch ist die Eigentumsquote im Osten geringer als im Westen. In Sachsen beispielsweise liegt sie bei rund 23 Prozent, bundesweit sind es etwa 45 Prozent. Das liegt Weiss zufolge auch an den nach wie vor relativ moderaten Mieten. „Da gibt es keinen großen Druck, sich etwas kaufen zu müssen.“

dpa

Mehr zum Thema

Es gibt Wichtigeres als Fußmatten. Aber wer mit offenen Augen durch das Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses läuft, wird merken: Da tut sich was. Menschen machen sich plötzlich Gedanken, worauf sie ihre Schuhe abstreifen. Bunt soll es sein, ein Mops kann darauf sein.

14.10.2016

Die schlechte Nachricht vorweg: Wöchentliches Putzen der Toilette reicht nicht. Profis raten zum täglichen Bürsten, so haben Kalk und Urinstein keine Chance. Dafür reicht meist schon eine Minute.

02.11.2016

Mit Schrauben ist das so eine Sache: Bei manchen Dingen muss man sie gerade ansetzen, bei anderen wieder nicht. Bei Holzdielen ist ein 45-Grad-Winkel wichtig.

27.10.2016

Seit Wochen bleibt der Preis für den Liter Benzin in Deutschland niedrig. Dank der USA, die für eine regelrechte Ölschwemme auf dem Weltmarkt gesorgt haben, ging die Preisspirale nach unten. Das soll sich nun aber ändern.

27.09.2016

Hoher Arbeitsdruck, ständige Erreichbarkeit und intelligente Maschinen - können die Arbeitnehmer mit Computern und Chips mithalten? Die Gewerkschaften fordern Regeln zum Schutz der Menschen.

27.09.2016

. Terror und politische Unsicherheit in wichtigen Zielländern machen der Tourismusbranche zu schaffen.

27.09.2016
Anzeige