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Von Försterei bis Tüv: 2000 Mädchen beim Girls‘Day in MV

Woitendorf Von Försterei bis Tüv: 2000 Mädchen beim Girls‘Day in MV

. Rund 2000 Mädchen haben gestern in Mecklenburg- Vorpommern einen Tag in der Wirtschaft verbracht und dabei vor allem frauenuntypische Berufe kennengelernt: ...

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Mädchen erkunden im Wald bei Woitendorf einen Forwarder, eine Spezialmaschine zum Transport von Holzstämmen.

Quelle: Jens Büttner/zb

Woitendorf. . Rund 2000 Mädchen haben gestern in Mecklenburg- Vorpommern einen Tag in der Wirtschaft verbracht und dabei vor allem frauenuntypische Berufe kennengelernt: in der Werft, beim Tüv, bei der Feuerwehr und Bundespolizei. Ein Schwerpunkt des diesjährigen Girls‘ Days (Mädchen-Tag) waren die grünen Ausbildungsberufe. Landessozialministerin Birgit Hesse (SPD), die den Tag in der Försterei Woitendorf (Nordwestmecklenburg) eröffnete, rief Mädchen auf, bei der Berufswahl für alle Möglichkeiten offen zu sein.

Der Ausbildungsmarkt im Land biete derzeit großartige Chancen für Schulabgängerinnen. Auch in Branchen, die bislang oftmals eher als klassische Männerberufe galten, seien die Chancen für Frauen immens, sagte die Ministerin. In vielen technischen Berufen wird besser bezahlt als in den Berufen, die Frauen oft ergreifen.

Über die Hälfte aller Mädchen wählt aus nur zehn Ausbildungsberufen. Dazu zählen Kauffrau im Einzelhandel, Hotelfachfrau, Friseurin, Kauffrau für Bürokommunikation, medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte sowie Verwaltungs- und Steuerfachangestellte. „Darunter ist kein einziger naturwissenschaftlich-technischer“, sagte Hesse.

Angesichts des souveränen Umgangs mit moderner Technik im Alltag zeigte sich die Ministerin verwundert, dass Mädchen sich kaum für derartige Berufe entscheiden. „Das Smartphone ist allen jungen Menschen, auch allen Mädchen, vertraut, Fotos posten, Bluetooth, Snapchat, all das wird täglich, umfassend und selbstverständlich genutzt“, sagte sie. „Kaum ein Mädchen würde seinen Bruder fragen, wer das Handy einrichtet.“

Der Girls‘Day wird jährlich gemeinsam von der Wirtschaft und den Gewerkschaften veranstaltet. In Mecklenburg-Vorpommern nutzten im Vorjahr 7,4 von 100 Schülerinnen den Info-Tag. Das war bundesweit Spitze, wie nach Angaben der Veranstalter eine interne Auswertung ergab.

Von Iris Leithold

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