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Nachrichten Wirtschaft Von Kiel bis Danzig: Ostseehäfen im Aufwind
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00:05 13.01.2018
Seehafen Rostock: Hier wurden 2017 insgesamt 100 000 Tonnen Güter mehr umgeschlagen als im Jahr zuvor. Quelle: Foto: Haentzschel/nordlicht

Der Rostocker Überseehafen hat gestern sein zweitbestes Ergebnis aller Zeiten vermeldet: 26,9 Millionen Tonnen Umschlag im vergangenen Jahr bedeuteten ein Plus von 100000 Tonnen im Vergleich zu 2016. Auch in den meisten anderen Häfen an der südlichen Ostseeküste wurden 2017 Zuwächse verzeichnet.

Die meisten Ports in MV melden Zuwächse / Auch die Nachbarn in Ost und West

Wismar: Die Seehafen Wismar GmbH meldet für 2017 ein seeseitiges Umschlagplus von zwei Prozent. Über alle Verkehrsträger wurde erneut ein Gesamtumschlag von etwa 7,1 Millionen Tonnen erreicht. Und die Vorzeichen für 2018 stehen gut: Die Zahl der Anläufe von Kreuzfahrtschiffen soll von elf (2017) auf 14 steigen und Ende des Jahres wird die neue Terminalfläche mit 45

000 Quadratmetern in Betrieb genommen.

Fischereihafen Rostock: Der Rostocker Fracht- und Fischereihafen (RFH) hat 2017 sein Umschlagergebnis im Vergleich zu 2016 stabilisieren können. Mit rund 1,17 Millionen Tonnen konnte zum fünften Mal in Folge über eine Million Tonnen Güter umgeschlagen werden, wie der Hafen mitteilte. Beim wichtigen Holzumschlag habe der RFH nach zwei Jahren des Rückgangs wieder deutlich zulegen können. Mit rund 684000 Tonnen Rundholz wurde ein Plus von rund 100000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr registriert. Insgesamt werden 2018 im Hafen mehr als 6,5 Millionen Euro investiert.

Stralsund: Im Stralsunder Seehafen wurden 2017 so viele Güter verladen wie seit 2012 nicht mehr: Insgesamt gingen 1,8 Millionen Tonnen über die Kaikante – zehn Prozent mehr als 2016. Besonders wichtig ist der Seehafen für den Umschlag von synthetischem Gips für die Herstellung von Gipsplatten. Für die Zukunft setzt der Hafen vor allem auf den Umschlag von Metall für die MV Werften. Nach der Pleite des P+S-Konzerns 2012 war der Metall-Umschlag eingebrochen.

Ladebow: Der Hafen in Greifswald-Ladebow musste 2017 die Herabsetzung des Tiefgangs auf 4,20 Meter verkraften. Dadurch konnten ab August praktisch keine Schiffe mehr einlaufen.

Der Umschlag lag daher mit 138000 Tonnen deutlich unter dem Vorjahresergebnis von 178000 Tonnen. Geschäftsführer Michael Ott sagte: „Ich hoffe, dass die geplante Ausbaggerung möglichst bald kommt und wir so in diesem Jahr wieder das Ergebnis von 2016 erreichen können.“

Sassnitz-Mukran: Der Fährhafen Sassnitz-Mukran auf der Insel Rügen machte 2017 rund 55 Prozent mehr Umschlag als im Jahr davor. Besonders die Anlieferung der Rohre für die geplante Gaspipeline Nord Stream 2 sorgte für Zuwachs. Zudem hat sich Sassnitz-Mukran auch als Offshore-Servicehafen etabliert. Die Betreiber Iberdrola und E.On bezogen 2017 neue Gebäude.

Wolgast: Der Wolgaster Hafen meldet für 2017 eine leichte Zunahme des Umschlags von 180000 Tonnen (2016) auf 201000 Tonnen. Beim wichtigsten Gut Getreide habe sich der Umschlag auf niedrigem Niveau stabilisiert, sagte Geschäftsführer Hellmut Heinz. „Wir sind leicht optimistisch, dass sich der Aufwärtstrend 2018 fortsetzt.“

Schleswig-Holstein: Die Hafen-Gesellschaft Lübeck hat im vergangenen Jahr 21,8 Millionen Tonnen umgeschlagen, 4,5 Prozent mehr als 2016. Insgesamt sind in den Lübecker Häfen rund 25 Millionen Tonnen bewegt worden. Das Plus beruht vor allem auf dem Zuwachs bei Trailern, die auf Fähren verladen wurden (+ 20 Prozent).

In Kiel meldet der Hafen ebenfalls einen Zuwachs beim Umschlag: Rund sieben Millionen Tonnen wurden verschifft, nach 6,5 Millionen Tonnen 2016. Ein Grund ist der im vergangenen Jahr neu aufgenommene Papierumschlag.

Polen: Für die polnischen Häfen Stettin/Swinemünde und Danzig liegen bislang nur die Novemberzahlen vor, die jedoch ebenfalls auf ein leichtes Plus für das Gesamtjahr hindeuten: In Stettin und Swinemünde wurden in den ersten elf Monaten insgesamt 23,2 Millionen Tonnen umgeschlagen, bis November 2016 waren es 22,1 Millionen. Vor allem die Güter Holz, Erz und Öl legten zu.

In Danzig gingen bis einschließlich November 36,3 Millionen Tonnen über die Kaikanten. Für das Vorjahr liegen nur die Gesamtzahlen vor: 37,2 Millionen Tonnen waren es 2016. Beim wichtigsten Gut Holz lag der Umschlag bereits im November 2017 über dem Gesamtergebnis von 2016.

Axel Büssem

. Die IG Metall Küste hat gestern ihre Warnstreiks in den norddeutschen Bundesländern nochmals ausgeweitet.

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