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Vorbereitung für den neuen 50er läuft auf Hochtouren

Frankfurt/Main Vorbereitung für den neuen 50er läuft auf Hochtouren

Der runderneuerte 50-Euro-Schein soll Fälschern das Handwerk erschweren. Milliarden Stück werden Anfang April in Umlauf gebracht - eine logistische Herausforderung für die Notenbanken.

Frankfurt/Main. Die Produktion des neuen 50-Euro-Scheins läuft auf Hochtouren: Bevor Anfang April die neuen 50er unters Volk gebracht werden, werden 5,4 Milliarden Stück zur Erstausstattung gedruckt.

Nebeneinander gelegt entspreche das der Fläche etwa von Rüsselsheim oder Fürth, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele am Mittwoch. Der Anteil der Bundesbank liegt bei 2,1 Milliarden Stück.

Die Verteilung der runderneuerten Scheine, die Fälschern das Handwerk erschweren sollen, sei eine logistische Herausforderung. „Wir arbeiten auch mit Tiefladern“, sagte Thiele. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die Banknote kürzlich der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der 50er ist die am häufigsten genutzte Stückelung der Euro-Banknoten. Mehr als acht Milliarden davon sind im Umlauf. Nach dem 20er ist er den Angaben zufolge die am zweithäufigsten gefälschte Banknote im Eurosystem.

Beim Fünfziger kommen die gleichen Sicherheitsmerkmale zum Einsatz wie beim Zwanziger. Auch er hat beispielsweise ein Porträtfenster. Hält man den Schein gegen das Licht, wird das Fenster durchsichtig und man sieht ein Porträt der griechischen Mythengestalt Europa. Nach Angaben der Bundesbank gab es zwar Versuche, den überarbeiteten 20er zu fälschen. Allerdings habe es sich dabei nur um einfache Kopien gehandelt. Versuche, die Sicherheitsmerkmale nachzumachen, habe es bisher nicht gegeben.

Neu aufgelegt werden noch der 100- und der 200-Euro-Schein. Sie sollen bis Ende 2018 eingeführt sein. Fünfer, Zehner und Zwanziger sind schon in überarbeiteter Version im Umlauf. Die bisherigen Scheine bleiben gültig und werden von den Notenbanken nach und nach aus dem Verkehr gezogen.

Auch der 500-Euro-Schein, dessen Ausgabe gegen Ende 2018 eingestellt werden soll, soll gesetzliches Zahlungsmittel bleiben und unbegrenzt umtauschbar sein. Mit der schrittweisen Abschaffung des lilafarbenen Scheins wollen die Währungshüter Terrorfinanzierung und Schwarzarbeit eindämmen. Seit der Entscheidung für die Abschaffung seien 35 Prozent mehr 500er eingezahlt worden, sagte Thiele: „Der Umtausch findet schon statt.“

dpa

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