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Wirtschaft WWF fordert Kürzungen beim Dorsch
Nachrichten Wirtschaft WWF fordert Kürzungen beim Dorsch
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00:05 23.08.2016

Die Umweltorganisation WWF fordert eine drastische Kürzung der Fangquoten um 87 Prozent bei der Dorsch-Fischerei in der Ostsee. Anlässlich des heute in Potsdam beginnenden Fischereitags mahnte die Organisation, die von Wissenschaftlern empfohlene Quotenkürzung umzusetzen und Überbrückungsmöglichkeiten für Fischer zu schaffen. Auch die Angelfischerei müsse deutlich eingeschränkt werden. Angler müssten am Wiederaufbau des Dorschbestandes beteiligt werden.

Der westliche Dorschbestand in der Ostsee steht nach WWF-Angaben kurz vor dem Zusammenbruch. Der Dorsch sei jahrzehntelang „mit Ansage und auf behördliches Geheiß“ überfischt worden. „Die Fangkapazität der Flotte muss jetzt reduziert und an den realistischen Fangmöglichkeiten ausgerichtet werden“, sagte Stella Nemecky, Fischereiexpertin des WWF. Eine reduzierte Fischerei und finanzielle Überbrückung bis mindestens 2019 seien nötig.

Im Oktober zeigt sich nach den Worten von Nemecky, wie der nächste Nachwuchsjahrgang ausfällt. Davon sei abhängig, wie schnell sich der Dorschbestand erholen kann. Der WWF kritisiert, dass die deutsche Fischereipolitik den gesetzlich verankerten Vorsorgeansatz über Jahre missachtet habe. Nemecky: „Es kommt in der Natur vor, dass Nachwuchsjahrgänge quasi komplett wegbrechen. Bei überfischten Beständen sind die Folgen dann gravierend.“

OZ

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