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Warme Worte aus Bayern: CSU-Urgestein Huber lobt MV

Warme Worte aus Bayern: CSU-Urgestein Huber lobt MV

„Smartphone und Strandkorb“ statt „Laptop und Lederhose“ – Nordosten hat Potenzial

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Erwin Huber war lange Finanzminister in Bayern

Rostock/München Weites Ackerland mit verarmten Dörfern und wenig, aber hoffnungslos abgehängter Industrie. Das Bundesland wäre längst bankrott, wenn nicht hin und wieder ein paar Urlauber kämen und Geld dalassen würden.

Ungefähr so erging es Bayern nach dem Zweiten Weltkrieg. Inzwischen hat sich der Freistaat zum wirtschaftsstarken Musterland entwickelt. Das kann Mecklenburg-Vorpommern auch, sagte Erwin Huber (69), CSU-Urgestein und Ex-Wirtschafts- und Finanzminister von Bayern, kürzlich bei einer Unionsveranstaltung in Schwerin. Wie kann das funktionieren? Wir haben nachgefragt, hier sind Hubers Antworten:

Die Küste holt auf „Ich finde es beeindruckend, dass es Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen zehn Jahren geschafft hat, die Arbeitslosigkeit zu halbieren und 50000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze zu schaffen“, lobt Huber. Löhne und Wirtschaftsleistung steigen, das Land erwirtschaftet Überschüsse und kommt ohne neue Schulden aus. MV habe „allen Grund, an dieser selbstbewussten Wirtschaftspolitik festzuhalten“.

Smartphone und Strandkorb Egal „ob mit ,Laptop und Lederhose’ oder ,Smartphone und Strandkorb’“, so der CSU-Mann, „beide Länder hätten gemeinsam, dass sie eine konsequente Wirt- schaftspolitik verfolgen, um die Anbindung des ländlichen Raums an die Städte weiter zu verbessern“.

Tourismus reicht nicht

„Agrar- und Tourismusstandorte wie Bayern und Mecklenburg-Vorpommern“ können sich nicht nur wegen ihrer schönen Berge oder der blauen Ostsee weiterentwickeln. „Was zählt“, so der Bayer, „sind vor allem die regional verwurzelten mittelständischen Unternehmen und Familienbetriebe“. Die müssten „internationale Trends beobachten und mit „Unternehmergeist und Risikobereitschaft innovative Ideen voranbringen“. Und, ganz wichtig: Wirtschaft und Wissenschaft müssen vernetzt werden. Das funktioniere in MV ganz gut, wie etwa die Ausgründungen am Greifswalder Leibniz-Institut für Plasmaforschung zeigten.

Wirtschaft ohne die ganz Großen In Bayern finden sich die Zentralen großer Konzerne wie BMW, Siemens und Allianz. Vergleichbares fehlt im Nordosten. In diesem Zusammenhang kritisiert er die Koalition von SPD und PDS unter Ministerpräsident Harald Ringstorff, die von 1998 bis 2006 regierte: Unter Rot-Rot seien „viele Investitionen gescheitert“. Noch gebe es im Nordosten nur halb so viele Industriearbeitsplätze wie im bundesdeutschen Schnitt. Deshalb müsse alles getan werden, um Investoren ins Land zu holen. Was zunehmend gelinge, so Huber: „Erweiterungen oder Neuansiedlungen wie die von Nestlé in Schwerin, Liebherr in Rostock und Biosanica in Vorpommern verdeutlichen den Erfolg“. Mittlerweile sei die Infrastruktur für neue Firmen im Nordosten hervorragend. Huber: „Das spricht sich bis nach Bayern herum!“

Bayern hat mehr Schulden als MV

12,74 Millionen Menschen leben im Freistaat Bayern.

Bevölkerungsdichte: 181 Einwohner je Quadratkilometer. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 549 Milliarden Euro (2015). Bei einer Arbeitslosequote von 3,6 Prozent herrscht nahezu Vollbeschäftigung.

Land und Gemeinden haben 39,1 Milliarden Euro Schulden. Seit 1957 stellt die CSU den Ministerpräsidenten.

1,6 Millionen Einwohner zählt Mecklenburg-Vorpommern, das sind 69 Einwohner je Quadratkilometer. Das Bruttoinlandsprodukt liegt bei 38,9 Milliarden Euro (2015), die Arbeitslosenquote beträgt 10,2 Prozent (April 2016). Land und Gemeinden haben 11,8 Milliarden Euro Schulden. Seit Gründung des Bundeslandes 1990 stellten CDU und SPD je zwei Ministerpräsidenten.

Gerald Kleine Wördemann

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