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Warnstreiks bei Telekom und im öffentlichen Dienst

Schwerin Warnstreiks bei Telekom und im öffentlichen Dienst

/Rostock. In der laufenden Tarifrunde bei der Deutschen Telekom hat die Gewerkschaft Verdi im Norden Warnstreiks ausgeweitet.

Schwerin. /Rostock. In der laufenden Tarifrunde bei der Deutschen Telekom hat die Gewerkschaft Verdi im Norden Warnstreiks ausgeweitet. Gestern folgten in MV nach Gewerkschaftsangaben mehr als 400 Telekom-Mitarbeiter dem Warnstreikaufruf. Die Mitarbeiter seien besorgt um ihre Arbeitsplätze und forderten das Unternehmen neben mehr Entgelt dazu auf, auch weiterhin betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen, sagte Fachbereichsleiterin Kirsten Jöhnck von Verdi Nord.

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten aus den Bereichen Festnetz, Mobilfunk, Service und Konzernzentrale 5,0 Prozent mehr Geld — bei einjähriger Vertragslaufzeit. Die Telekom bietet an, die Gehälter in zwei Schritten und über zwei Jahre um 2,8 Prozent anzuheben. Vor allem Mitarbeiter im technischen Service und in der Technik des Unternehmens sollen heute in Schleswig-Holstein und Hamburg ihre Arbeit niederlegen. In Elmshorn sei ein Demonstrationszug (9.00 Uhr) mit anschließender Kundgebung geplant, teilte die Gewerkschaft mit. Sie habe rund 500 Mitarbeiter an den Standorten aufgerufen. Die vierte Tarifrunde für die bundesweit rund 70000 Beschäftigten ist für den 12./13. April in Bonn angesetzt.

„Die Warnstreiks sind im von uns erwarteten Rahmen erfolgt“, sagte ein Telekom-Sprecher in Bonn. Anrufe bei bestreikten Callcentern würden im Bundesgebiet umgesteuert, so dass Kunden geringfügig längere Wartezeiten hätten. Sollte unter Umständen ein Termin mit einem Techniker ausfallen, würde ein Ersatztermin vereinbart, ergänzte der Sprecher.

Warnstreiks auch im öffentlichen Dienst: Rund 150 Angestellte aus drei Rostocker Dienststellen haben sich nach Gewerkschaftsangaben gestern an einem mehrstündigen Warnstreik beteiligt. Wie verdi-Bezirksgeschäftsführer Detlev Follak sagte, waren die Stadtverwaltung, die Stadtwerke und das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum von dem „Streikfrühstück“ betroffen.

Grund für den Ausstand sind die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten von Bund und Kommunen, die am 21. März in Potsdam ohne Ergebnis verlaufen waren. Ein Stadtsprecher sagte, dass die Einwohner der Stadt keine Nachteile durch den Warnstreik in Kauf nehmen mussten. Vor der nächsten Gesprächsrunde am 11./12. April im Potsdam wollen die Gewerkschafter den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

OZ

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