Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Wirtschaft Weiter große Kluft zwischen Männer- und Frauenrenten
Nachrichten Wirtschaft Weiter große Kluft zwischen Männer- und Frauenrenten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:36 17.03.2016
Anzeige
Düsseldorf

Bei den Alterseinkünften klafft nach einer aktuellen Studie weiter eine riesige Lücke zwischen Frauen und Männern.

Sie werde aber langsam kleiner, weil mehr Frauen erwerbstätig seien und Erziehungszeiten besser anerkannt würden, heißt es in einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Als gesetzliche Altersrente erhielten der Studie zufolge Frauen 2014 durchschnittlich 618 Euro, Männer 1037 Euro. Bei den Betriebsrenten sei der Unterschied noch größer: Männer bezogen hier 2011 im Schnitt mit 574 Euro fast dreimal so viel Geld wie Frauen.

Rechnet man alle Alterseinkünfte einschließlich privater Vorsorge zusammen, bekommen Frauen nach Erkenntnissen der Rentenforscherin Brigitte Loose nur 43 Prozent der Bezüge der Männer. 1992 sei der Unterschied aber noch größer gewesen: Damals lagen die Frauen laut der Mitteilung nur bei 31 Prozent des Männer-Niveaus.

Die Rentenlücke für Frauen sei etwas kleiner geworden, es bleibe aber viel zu tun, schlossen das WSI und das an der Studie beteiligte Forschungsteam Internationaler Arbeitsmarkt in Berlin. Zum Beispiel müsse die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessert werden, forderten die Forscher.

Die Studie erscheint auch zum sogenannten Equal Pay Day, dem Aktionstag für die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern, der in Deutschland in diesem Jahr am 19. März begangen wird. Gemeint ist der Tag, bis zu dem Frauen statistisch gesehen arbeiten müssten, um das Einkommen zu erzielen, das Männer bereits am 31. Dezember des Vorjahres hatten.

dpa

Der deutsche Fernbusmarktführer MeinFernbus Flixbus hat im vergangenen Jahr erstmals rund 20 Millionen Fahrgäste befördert.

17.03.2016

Wohin fließen die Milliarden für die Sanierung maroder Bundesstraßen und neue Bahnstrecken? Verkehrsminister Dobrindt präsentiert seine Prioritäten bis 2030. Grüne und Linke verlangen dafür andere Ansätze.

16.03.2016

Bahnchef Grube ist in einer schwierigen Lage. Er muss mehr investieren, will aber die Schulden nicht weiter nach oben treiben. Für die Güterbahn könnte das einen harten Einschnitt bedeuten.

16.03.2016
Anzeige