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Windbranche hofft auf mehr Akzeptanz Fachkonferenz in Rostock verweist auf Erdverkabelungen und sinkende Kosten

Rostock Windbranche hofft auf mehr Akzeptanz Fachkonferenz in Rostock verweist auf Erdverkabelungen und sinkende Kosten

Die Windkraftbranche in MV und die Landesregierung rechnen fest mit steigenden Zustimmungswerten für die Windenergie.

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Ein Turmsegment einer neuen Windkraftanlage wird im Windpark Tribsees direkt an der Autobahn 20 bei Tribsees mit einem Kran angehoben.

Quelle: Foto: Dpa

Rostock. Die Windkraftbranche in MV und die Landesregierung rechnen fest mit steigenden Zustimmungswerten für die Windenergie. Dazu trügen unter anderem die Steuerung durch die Regionalplanung und die Bürgerbeteiligung bei, sagte die Staatssekretärin im Energieministerium, Ina-Maria Ulbrich, gestern bei der Fachkonferenz „Wind & Maritim 2017“ in Rostock. „Wir sind das erste Bundesland, das die Bürgerbeteiligung an Windparks gesetzlich verankert hat.“ Damit seien die Grundlagen geschaffen, dass die Menschen einen finanziellen Nutzen aus den Anlagen in der Nachbarschaft erzielen können. Gleichzeitig würden die Kosten für die Stromerzeugung weiter zurückgehen. Offshore-Windparks würden langfristig ohne Subventionen auskommen, was sich mit zeitlicher Verzögerung auch auf die Strompreise auswirke.

„Wir werden nicht jeden Einzelnen überzeugen können“, sagte Ulbrich. Aber die überwiegende Anzahl der Menschen werde die Energiewende und die dazugehörige Technik akzeptieren. „Irgendwo muss der Strom ja herkommen.“ Derzeit liege der Anteil von Eignungsgebieten bei unter einem Prozent der Landesfläche. Auch mit der Fortschreibung der Entwicklungsplanung würden maximal 1,2 Prozent erreicht. „Wir werden unser Land nicht komplett zupflastern mit Windenergieanlagen“, betonte Ulbrich.

Die Proteste aus der Bevölkerung hätten viele positive Auswirkungen gehabt, sagte der Leiter der Abteilung Klimaschutz und Energie im Umweltbundesamt, Uwe Leprich. So habe die Erdverkabelung viele Proteste verstummen lassen, die sich zuvor gegen die riesigen Überlandleitungen gerichtet hatten. Einrichtungen zur Verhinderung von Eisbruch oder zum Schutz von Fledermäusen würden die Technik zwar verteuern, seien aber notwendig, um die Akzeptanz weiter zu erhöhen.

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen befürworte die Energiewende und wisse, dass der Ausbau der Windenergie und Photovoltaik damit eng verbunden ist, sagte der Vorsitzende des Windenergie-Netzwerks MV, Andree Iffländer. Die Planer von Windparks seien gezwungen, mit Gutachten den Befürchtungen entgegenzutreten. „Man muss darauf vertrauen. Es werden keine Gefälligkeitsgutachten erstellt.“ Er sei überzeugt, dass etwa die angestrebte Abschaltung der Nachtbefeuerung an Windkraftanlagen positive Wirkung haben wird.

Joachim Mangler

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