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Wirtschaft Windernte aus der Nordsee steigt um die Hälfte
Nachrichten Wirtschaft Windernte aus der Nordsee steigt um die Hälfte
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09:09 14.01.2018
Windräder in der Nordsee westlich der Insel Sylt. Quelle: Christian Charisius
Bayreuth/Hamburg

Die Windparks in der Nordsee haben im vergangenen Jahr knapp 16 Terawattstunden Strom erzeugt und damit 47 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Dazu kommen noch einmal rund 1,5 Terawattstunden aus der Ostsee, so dass die gesamte Windernte rund 17,5 Terawattstunden betrug, teilte der Netzbetreiber Tennet in Bayreuth mit. Das ist mehr als der jährliche Stromverbrauch der größten deutschen Stadt Berlin.

Zum Halbjahr 2017 waren 1055 Offshore-Windräder am Netz; die Zahl für das Jahresende liegt noch nicht vor. Gemessen an der gesamten Windstrom-Produktion in Deutschland betrug der Offshore-Anteil 17,3 Prozent, davon 15,9 Prozent aus der Nordsee. Tennet ist als Netzbetreiber verantwortlich für den Transport des Windstroms aus der Nordsee an Land und in die Hochspannungsnetze.

„Das kräftige Wachstum bei der Nordsee-Windernte zeigt, dass Offshore-Windstrom zu einer wichtigen Energiegröße bei gleichzeitig hoher Verlässlichkeit geworden ist“, sagte Lex Hartman aus der Tennet-Geschäftsführung. Am Spitzentag, dem 22. Oktober, erreichten die Nordsee-Windparks eine Einspeiseleistung von 4350 Megawatt; das entspricht vier bis fünf sehr großen Kohle- oder Atomkraftwerken an Land. Die maximale Kapazität erreichte zum Jahresende 4687 Megawatt.

Tennet hat die Kapazität zur Übertragung des erzeugten Stroms mit zehn Netzanschlüssen auf bislang 5332 Megawatt ausgebaut. Das bedeutet: Der Abtransport des Windstroms ist gewährleistet. „Damit erfüllt Tennet schon jetzt mehr als 82 Prozent des Ausbauzieles der Bundesregierung, das Offshore-Windkapazitäten von 6500 Megawatt bis zum Jahr 2020 vorsieht“, sagte Hartman. Zwei weitere Anbindungssysteme würden bis 2019 fertiggestellt, so dass dann 7132 Megawatt Übertragungskapazität in der Nordsee zur Verfügung stehen werden. Bis 2025 soll die Kapazität durch vier weitere Anbindungen auf mehr als 10.000 Megawatt steigen.

dpa

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