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Wirtschaft Windpark-Entwickler im Visier der Justiz Die Firma Windreich soll Bilanzen manipuliert haben.
Nachrichten Wirtschaft Windpark-Entwickler im Visier der Justiz Die Firma Windreich soll Bilanzen manipuliert haben.
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04:47 07.03.2013

Beamte des Landeskriminalamts hatten am Dienstag die Hauptverwaltung des Unternehmens in Wolfschlugen sowie vier Privatwohnungen durchsucht und Unterlagen beschlagnahmt.

Sowohl der Vorstandsvorsitzende Willi Balz als auch Baden-Württembergs Ex-Wirtschaftsminister Walter Döring bestätigten, dass sich die Vorwürfe auch gegen sie richten.

Döring saß bis Sommer 2012 im Vorstand der Firma. „Bild“ und „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatten zuvor berichtet.

In den Jahren 2010 und 2011 seien Forderungen und Umsätze in Millionenhöhe ausgewiesen worden, die nicht vollständig durch reale Geschäfte gedeckt waren, hieß es bei der Staatsanwaltschaft. Neben der Bilanzmanipulation verdächtigt sie die Manager des Kapitalanlagebetrugs, der Marktpreismanipulation und des Kreditbetrugs. Windreich hat zwei Anleihen im Volumen von 125 Millionen Euro an der Stuttgarter Börse ausgegeben. Am Montag waren die Anleihen vom Handel ausgesetzt.

Die Firma hatte die Anfang März fälligen Zinsen für die Papiere erst mit zwei Tagen Verzögerung ausgezahlt, da die Mittel anderweitig disponiert werden mussten, wie Balz im Brief an die Anleihezeichner erklärte. Die Firma Creditreform hatte das Rating ausgesetzt.

Das Geschäft des Windpark-Planers birgt finanzielle Risiken. Windreich produziert jahrelang Anlagen vor, bis Windräder im Meer aufgestellt und an Energieversorger verkauft werden. Windreich ist eigenen Angaben zufolge der größte deutsche Planer von Windparks in der Nordsee. Drei Parks sind im Bau oder in der Planung. Sechs weitere Offshore-Parks von Windreich sind im Genehmigungsverfahren.

OZ

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Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin hat im Februar weniger Passagiere befördert.sicht um 11,9 Prozent auf 1,8 Millionen. Gleichzeitig stieg die Auslastung trotz mehrerer Streiktage an den Flughäfen Düsseldorf, Hamburg und Köln-Bonn um 1,8 Prozentpunkte auf 85,3 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte.

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Der schwedische Energiekonzern Vattenfall will bis Ende nächsten Jahres rund 2500 Stellen streichen, davon allein 1500 in Deutschland. Der Stellenabbau in Deutschland werde vor allem Mitarbeiter in Berlin, Hamburg und Cottbus treffen, kündigte das Unternehmen gestern an.

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