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Wirtschaft Winterkorn will sich äußern
Nachrichten Wirtschaft Winterkorn will sich äußern
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00:39 08.05.2018
Wolfsburg

Der frühere VW-Konzernchef Martin Winterkorn will sich laut Insidern bei passender Gelegenheit umfassend zu den schweren Vorwürfen im Abgasskandal äußern. Er werde dann seine Sicht der Dinge darstellen, sagte eine informierte Person gestern. Dies hänge aber vom Fortgang der Ermittlungen in Deutschland ab. Winterkorn sei „nicht im Büßergewand“, sagte der Insider, der mit dem 70-Jährigen in Kontakt steht. Der ehemalige VW-Vorstandschef verfolge die aktuellen Schlagzeilen aufmerksam. Seine Familie gebe ihm viel Rückhalt.

Martin Winterkorn Quelle: Foto: Dpa

Die amerikanische Justiz will Winterkorn wegen Betrugs in der Abgasaffäre zur Rechenschaft ziehen, in den USA gibt es bereits einen Haftbefehl gegen ihn. Ihm wird außerdem Verschwörung zum Verstoß

gegen Umweltgesetze und zur Täuschung der Behörden vorgeworfen. In Deutschland ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig unter anderem wegen Betrugsverdachts weiter gegen Winterkorn. Der damalige VW-Chef war im September 2015 von seinem Amt zurückgetreten, kurz nachdem US-Behörden Manipulationen bei Dieselautos aufgedeckt hatten. Winterkorn hatte betont, sich keines Fehlverhaltens bewusst zu sein. Seitdem sind aber auch Schadenersatzansprüche gegen Manager ein Thema für den Volkswagen-Aufsichtsrat.

Im Abgas-Skandal wirft der Münchner OB Dieter Reiter indes Bundeskanzlerin Angela Merkel ein völliges Abtauchen vor. „Beim Diesel-Thema versteckt sich Frau Merkel“, sagte der SPD-Politiker. „Wir – die Oberbürgermeister aller großen Städte – waren für Februar zu einem neuen Diesel-Gipfel mit ihr verabredet, aber ich habe immer noch keine Einladung aus dem Kanzleramt bekommen. Wir Städte haben das Problem – und die Kanzlerin, die es lösen kann, hält sich bedeckt.“

OZ

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