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Wintershall meldet Interesse an RWE Dea an

Kassel Wintershall meldet Interesse an RWE Dea an

Erdöl aus Libyen und Erdgas aus Russland haben dem Öl- und Gasunternehmen Wintershall 2012 erneut einen Rekordgewinn in die Kassen gespült. Das Ergebnis stieg um fast 13 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro, wie die BASF-Tochter am Dienstag in Kassel bekanntgab.

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Dampfflut-Anlage der Wintershall Öl- und Gasbetriebe in Emlichheim (Kreis Grafschaft Bentheim). Foto: Friso Gentsch / Archiv

Kassel. 2011 hatte Wintershall dank des hohen Ölpreises erstmals mehr als eine Milliarde Euro Gewinn erzielt.

Der Umsatz stieg von 12,1 Milliarden Euro (2011) um 39 Prozent auf 16,7 Milliarden im vergangenen Jahr, wie der Vorstandsvorsitzende Rainer Seele sagte. Grund sei die nach den politischen Unruhen wieder deutlich gestiegene Ölförderung in Libyen sowie der Ausbau der Erdgasproduktion in Russland. Seit einer Woche fließe zudem Öl durch eine von Winterhall gebaute 52 Kilometer lange Pipeline in Libyen.

„Ziel ist es, in 2013 Umsatz und Ergebnis der Wintershall erneut zu steigern“, betonte Seele. Das Unternehmen wolle wegen höherer Margen als beim Gashandel vor allem „an der Quelle wachsen“. Die Gas- und Ölförderung soll weiter ausgebaut werden. Wintershall zeigte zudem Interesse an der RWE-Öl- und Gasfördertochter RWE Dea, die der Energiekonzern abstoßen will. „Wir prüfen alle attraktiven Akquisitionsmöglichkeiten, auch RWE Dea.“ Nach dieser Prüfung „werden wir dazu eine Entscheidung treffen“, betonte Seele.

Wintershall bekannte sich zudem zum umstrittenen Fracking, bei dem Gas aus dichten Gesteinsschichten gefördert wird. Eine Abschätzung habe für Deutschland erhebliches Potenzial gesehen, sagte Vorstandsmitglied Martin Bachmann. Die Frage sei, wieviel davon wirtschaftlich und umweltverträglich förderbar sei. Das Risiko sei handhabbar, betonte Seele. Er begrüßte den aktuellen Entwurf der Bundesregierung zu der Technologie. Es sei allerdings schwierig, in Deutschland eine reine Sachdiskussion zu führen.

„Wir brauchen schon in der Prüfungsphase einen frühzeitigen Dialog und Einbindung der Bevölkerung“, betonte er. Die Technologie müsse besser erklärt werden - „auch im Hinblick auf ihre Umweltverträglichkeit“.

dpa

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