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Wochenmärkte trotzen den Discountern

Bremen Wochenmärkte trotzen den Discountern

Bundesweit beleben über 3300 Wochenmärkte Plätze und Einkaufsstraßen. „Das ist nach wie vor eine ordentliche Zahl“, sagt Professor Gerhard Johnson, Vorstandssprecher ...

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Ein Obst- und Gemüsestand auf einem Wochenmarkt in der niedersächsischen Metropole Hannover. FOTO: PETER STEFFEN/DPA

Bremen. Bundesweit beleben über 3300 Wochenmärkte Plätze und Einkaufsstraßen. „Das ist nach wie vor eine ordentliche Zahl“, sagt Professor Gerhard Johnson, Vorstandssprecher der Deutschen Marktgilde, die mehr als 200 Märkte organisiert. Aber in den letzten sechs bis acht Jahren seien die Märkte teilweise um bis zu 50 Prozent geschrumpft. „Es gibt einen dramatischen Rückgang von Händlern.“

Die Gründe sind vielschichtig. „Die klassischen Händlerfamilien sterben aus“, sagt Johnson. Die Kinder wollen das Geschäft nicht übernehmen. „Das ist oft ein Knochenjob“, betont er. Morgens um drei Uhr aufstehen, auf den Großmarkt fahren, selber ernten, bei jedem Wind und Wetter draußen verkaufen: „Das ist für viele nicht attraktiv.“ Zudem haben die Wochenmärkte starke Konkurrenz.

Früher habe der Markt der Nahversorgung gedient, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Johnson. Heute finden die Kunden die gewünschte Ware im Discounter und haben auch noch den Parkplatz vor der Tür.

„Preislich können die Wochenmärkte da nicht gegen an“, sagt Carlos Aragues Bremer von der Marktgilde Hannover.

Dennoch: „Märkte, die auf Qualität achten und viele regionale und Bioprodukte anbieten, laufen in der Regel gut“, sagt Jürgen Block, Geschäftsführer der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing. In Städten wie Hamburg werden zudem Nachtmärkte von 16 bis 22 Uhr angeboten, um sich dem modernen Einkaufsverhalten anzupassen. „Es geht auch um das Erlebnis“, sagt Block.

Janet Binder

OZ

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