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Wirtschaft Zoff um VW-Sparkurs, Brief an Mitarbeiter
Nachrichten Wirtschaft Zoff um VW-Sparkurs, Brief an Mitarbeiter
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00:01 14.02.2017
Konzernchef Matthias Müller Quelle: Foto: Dpa

Der heftige Streit um den größten Umbau bei Volkswagen mit Milliarden-Einsparungen lässt den Autobauer nicht los. Nach dem Spitzengespräch zum weiteren Vorgehen beim Reizthema Zukunftspakt gingen Betriebsrat und Management gestern ergebnislos auseinander. Beide Seiten vertagten ihre Verhandlungen.

Vorausgegangen war ein erneuter Konflikt zwischen VW-Markenchef Herbert Diess und Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh. Dabei geht es um die Umsetzung der Spar- und Umbauziele bei der Kernmarke VW.

Der im November beschlossene Pakt sieht bis zum Jahr 2025 Jobstreichungen mit Jobaufbau in Zukunftsgeschäften und hohen Investitionen vor.

Es bestehe Einvernehmen über die Dringlichkeit, erklärte ein Sprecher des Betriebsrats: „Wir begrüßen es, dass Herr (VW-Konzernchef) Müller unsere Ansicht teilt, dass es so nicht weitergehen kann.

Volkswagen braucht Ruhe und Verlässlichkeit, um den Zukunftspakt umzusetzen.“ Ergänzend hieß es aber: „Wir würden es begrüßen, wenn der Konzern die Umsetzung und Einhaltung der Vereinbarungen stärker an sich zieht.“

In einem Brief an die Mitarbeiter hatte Diess geschrieben, er strebe eine „sachliche Klärung“ an. In einer internen Mitteilung wandte sich nun auch Konzernchef Matthias Müller an die Belegschaft: Man werde weiter „alles tun, damit Konflikte konstruktiv gelöst werden und Volkswagen vor Schaden geschützt wird“. Zuletzt sei in der Öffentlichkeit „der fatale und falsche Eindruck“ entstanden, „dass es bei VW nur noch gegeneinander . . . geht“. Dagegen müsse man sich aufs Wesentliche besinnen: „Volkswagen braucht jetzt etwas ganz anderes: Konzentration, um die Diesel-Krise weiter sauber auf- und abzuarbeiten. Konsequenz und Solidarität, um die begonnenen Reformen und die Neuausrichtung für die Zukunft gemeinsam zum Erfolg zu führen“, forderte Müller.

Bei der Auseinandersetzung mit Osterloh soll es etwa um die Frage gehen, ob und wann Leiharbeiter zu welchen Bedingungen trotz des insgesamt hohen Spardrucks noch übernommen werden können.

OZ

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