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Wirtschaft Zu viele Taxis — Verband will weniger Lizenzen und mehr Qualität
Nachrichten Wirtschaft Zu viele Taxis — Verband will weniger Lizenzen und mehr Qualität
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03:56 25.05.2013
Verbandschef Michael Müller Quelle: BZP
Frankfurt

„Es gibt eine Überkapazität auf dem Markt“, sagte Michael Müller in Frankfurt. Dadurch würden die Einnahmen sinken und das drücke die Qualität.

„Schlechter Service, dreckige Sitze und billigere Autos sind die Folge“, betonte Müller. Für gute Leute sei der Job oft nicht mehr attraktiv.

Um den Konkurrenzdruck erträglich zu machen, müsste die Zahl der rund 50 000 Taxis um 20 bis 25 Prozent verringert werden, auch wenn das für die Kunden längere Wartezeiten bedeute. Müller rief die Kommunen dazu auf, die Hürden für Taxi-Konzessionen zu erhöhen. Gleichzeitig plädierte er für höhere Fahrpreise — auch das wäre eine Aufgabe der kommunalen Behörden. „Die Taxitarife sind gemessen an der Dienstleistung zu niedrig“, sagte der Verbandspräsident.

In den vergangenen 20 Jahren hätten sich die Kosten durch teureren Sprit und höhere Versicherungsprämien zwar verdoppelt, die Kunden zahlten aber im Schnitt nur 40 Prozent mehr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes arbeiteten im Jahr 2010 fast neun von zehn Taxifahrern im Niedriglohnbereich. Ein Mindestlohn für Taxifahrer wäre für die Branche nach Einschätzung von Müller ohne Preissteigerungen von rund 25 Prozent nicht zu verkraften. „Bei Beachtung der derzeit geltenden Regelungen ist ein Mindestlohn für Taxifahrer von 8,50 Euro nicht bezahlbar“, sagte der Präsident.

Derzeit erhielten Taxifahrer in etwa 6,50 Euro brutto.

Um die Sicherheit der Fahrer zu gewährleisten, forderte Müller eine flächendeckende Videoüberwachung von Taxis. Dagegen sperren sich bislang aber die Datenschützer. Müller hält dagegen: „In vielen Bussen gibt es mittlerweile Kameras — warum nicht auch im Taxi?“ Außerdem wolle man die Bilder nach 24 Stunden sowieso wieder löschen.

OZ

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