Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Zwei Drittel der Mieter wollen vor Ort erzeugten Strom

Umfrage Zwei Drittel der Mieter wollen vor Ort erzeugten Strom

Das Interesse von Mietern an einer Versorgung mit selbst erzeugtem Ökostrom ist laut einer aktuellen Umfrage groß.

Voriger Artikel
Schallschutz, Flüsterbremsen – Bahn will leiser werden
Nächster Artikel
Billig-Katzenfutter siegt bei Stiftung Warentest

Solarpaneele sind auf einem Bauernhaus in Plüschow (Mecklenburg-Vorpommern) angebracht.

Quelle: Jens Büttner/illustration

Berlin. Das Interesse von Mietern an einer Versorgung mit selbst erzeugtem Ökostrom ist laut einer aktuellen Umfrage groß. 66 Prozent der befragten Mieter könnten sich vorstellen, sogenannten Mieterstrom zu beziehen, jeder sechste Mieter würde sich dagegen entscheiden.

Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Energieanbieters Lichtblick. Bei Mieterstrommodellen handelt es sich um Strom aus dezentralen Quellen wie Solaranlagen auf dem Dach oder Blockheizkraftwerke am Haus.

Künftig soll die Versorgung von Mietern mit selbst erzeugtem Ökostrom besser gefördert werden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf will die Bundesregierung heute beschließen.

Mieterstrommodelle werden zwar bereits unterstützt, weil etwa alle Steuern und Netzentgelte auf Strom entfallen. Häufig gelten diese Anlagen aber als unwirtschaftlich. Deshalb soll Mieterstrom künftig zielgenau mit einem Zuschlag vergütet werden. Zudem soll gewährleistet sein, dass Mieter ihren Stromanbieter weiter frei wählen könnten.

Der Umfrage zufolge beziehen bisher vier Prozent aller Befragten nach eigenen Angaben Mieterstrom. Mit solchen Modellen könnten nach Darstellung von Lichtblick auch Bewohner von Mehrfamilienhäusern von der Energiewende und niedrigen Strompreisen profitieren. Die größte Hürde sei nicht die Akzeptanz, sondern es fehlten Anlagen. Die Umfrage zeige, dass in 82 Prozent der Mietwohnungen keine Anlagen installiert seien, um vor Ort Ökostrom zu erzeugen.

Um das vom Wirtschaftsministerium ermittelte Potenzial von 3,8 Millionen Wohnungen voll auszuschöpfen, müssten rund 370 000 Solaranlagen installiert werden, hieß es bei Lichtblick. Bisher müssten alle Projekte einzeln unter anderem mit Netzbetreibern abgestimmt werden, da es keine einheitlichen Rahmenbedingungen gebe.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Guten Start hingelegt
„Innogy hatte einen erfolgreichen Start“, sagte Konzernchef Peter Terium bei der ersten Hauptversammlung des Unternehmens in Essen.

Die neue RWE-Tochter Innogy präsentiert sich bei ihrer ersten Hauptversammlung den Aktionären - vor einer ziemlich leeren Grugahalle. Mehr als drei Viertel der Aktien hält noch die Mutter RWE. Sie kann sich auf eine dicke Dividende freuen.

mehr
Mehr aus Wirtschaft
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.