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Wirtschaft Zypern-Krise: EZB-Nothilfegarantie für Banken nur bis Montag
Nachrichten Wirtschaft Zypern-Krise: EZB-Nothilfegarantie für Banken nur bis Montag
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16:47 21.03.2013
Fristsetzung: Die EZB setzt Zypern weiter unter Druck. Foto: Uwe Anspach
Frankfurt

Dutzende Menschen eilten zu den Geldautomaten, um sich noch ein paar Scheine zu holen. Panikartig reagierten vor allem Inhaber von Konten der Popular Bank (griechisch: Laiki Bank). In Nikosia kursierten Gerüchte, wonach diese Bank in eine Bad-Bank und eine gesunde Bank aufgespalten werden soll.

Die EZB teilte am Vormittag in Frankfurt mit, dass die Gelder nur noch fließen würden, wenn ein Rettungsplan von Europäischer Union und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Kraft sei, der die Solvenz der Banken sichere.

Im Präsidialpalais von Nikosia begann am Morgen indes eine entscheidende Sitzung aller Vorsitzenden der zyprischen Parteien mit dem Präsidenten der Inselrepublik, Nikos Anastasiades.

Er präsentiert eine neue Version des Rettungsprogramms. Sollte es eine Einigung geben, könnte darüber möglicherweise sogar bereits am Donnerstagabend im zyprischen Parlament abgestimmt werden, wie einige Politiker meinten. Zypern muss für eine Rettung 5,8 Milliarden Euro aufbringen.

Der neue Plan sieht in erster Linie die Bildung eines Fonds vor, der Staatsanleihen ausgibt. Er soll mit Geldern aus Rentenkassen und der Kirche sowie anderen Institutionen Zyperns gebildet werden. Damit könnten 4,8 Milliarden Euro zusammenkommen.

Der Plan sieht zudem eine Zwangsabgabe für Bankeinlagen vor, damit die fehlende Summe von einer Milliarde Euro erreicht werden kann. Allerdings solle dies nur für Sparguthaben über 100 000 Euro gelten, hieß es in Medienberichten.

Die zwei größten Banken des Inselstaates sollen faktisch zahlungsunfähig sein. Die EZB hält das Finanzsystem mit Notkrediten (ELA) am Laufen. Das zyprischen Bankensystem gilt mit Einlagen von 70 Milliarden Euro - bei einer Wirtschaftsleistung in Zypern von nur rund 18 Milliarden Euro - als extrem aufgebläht.

dpa

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