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München dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

Siemens plant Einschnitte in der Antriebssparte - 2500 Jobs betroffen Der Elektrokonzern Siemens reagiert mit Einschnitten auf die Probleme in seiner Sparte Prozessindustrie und Antriebe.

München. Siemens plant Einschnitte in der Antriebssparte - 2500 Jobs betroffen

Der Elektrokonzern Siemens reagiert mit Einschnitten auf die Probleme in seiner Sparte Prozessindustrie und Antriebe. Weltweit seien rund 2500 Arbeitsplätze betroffen, davon rund 2000 in Deutschland und hier schwerpunktmäßig in Bayern, teilte das Unternehmen am Mittwoch in München mit. Etwa jeweils die Hälfte der Jobs solle gestrichen beziehungsweise verlagert werden. Die Sparte baut in Nürnberg, Berlin und anderen Werken große Elektroantriebe für die Öl-, Gas- und Bergbauindustrie. Seit einiger Zeit leidet sie unter der Nachfrageschwäche aus der Öl- und Gasindustrie, denn die Kunden halten sich angesichts des Ölpreisverfalls mit Bestellungen zurück. In Deutschland beschäftigt Siemens in dem Geschäftsfeld mit einem Jahresumsatz von rund neun Milliarden Euro rund 16 000 Mitarbeiter, weltweit sind es rund 46 000 Beschäftigte.

Verband: Urlauber besuchen Reiseziele nach Anschlägen bald wieder

Berlin (dpa) - Der Deutsche Reiseverband rechnet mit einer baldigen Erholung des Tourismus in den Ländern, die zuletzt Ziele von Terroranschlägen waren. Das gelte besonders für die Türkei, sagte der Präsident des Deutschen Reiseverbands, Norbert Fiebig, am Mittwoch zum Auftakt der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin. Die weltgrößte Reisemesse wird in diesem Jahr zum 50. Mal ausgerichtet. Etwa 10 000 Aussteller aus 187 Ländern und Regionen präsentieren bis Sonntag ihre Produkte und Trends. Fiebig zeigte sich überzeugt, dass der Einbruch bei den Buchungszahlen nach den Anschlägen in Istanbul und Ankara nur vorübergehend sei: „Es gibt eine große Fangemeinde der Türkei in Deutschland.“ Die Erfahrung zeige, dass sich solche Reiseziele „relativ kurzfristig wieder der alten Beliebheit erfreuen“.

Gewinn der Volksbanken knapp unter Vorjahr - Kritik an EZB-Kurs

Frankfurt/Main (dpa) - Zinstief und Regulierung zwingen Deutschlands Genossenschaftsbanken nach Einschätzung des Dachverbandes BVR zu Zusammenschlüssen und lassen höhere Gebühren für Kunden wahrscheinlicher werden. „Wir gehen im Jahr 2016 von Fusionen in der Größenordnung 40 bis 50 aus. Es ist wohl auch davon auszugehen, dass es 30 bis 50 Fusionen in den Folgejahren geben wird“, sagte der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Uwe Fröhlich, am Mittwoch in Frankfurt. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der genossenschaftlichen Institute um 26 auf 1021. Das Filialnetz - ohne Selbstbedienungsstellen - schrumpfte um 510 auf 12 260. Nach Fröhlichs Einschätzung könnte das Netz im laufenden Jahr in ähnlichem Umfang weiter ausgedünnt werden.

Niedersachsen gibt Startschuss für bundesweite Metall-Tarifrunde

Hannover (dpa) - In der Tarifrunde der Metallindustrie haben sich die Verhandlungspartner am Mittwoch in Hannover den bundesweit ersten Schlagabtausch geliefert. Die IG Metall und die Arbeitgeber berieten die Forderung der Gewerkschaft nach 5 Prozent mehr Geld bei zwölf Monaten Laufzeit. Der Tarif umfasst die Schlüsselbranche der Metall- und Elektroindustrie mit deutschlandweit rund 3,8 Millionen Beschäftigten. Im Tarifgebiet Niedersachsen sind es 85 000. Zum Verhandlungsauftakt hatten rund 700 Metaller aus Betrieben in der Region für ihre Forderungen demonstriert. Die IG Metall verwies auf gute wirtschaftliche Zahlen der Branche. Daher seien 5 Prozent „gerechtfertigt und fair“, sagte Bezirksleiter Hartmut Meine. Die Metallarbeitgeber halten dagegen das Ziel der Gewerkschaft für „organisierte Verantwortungslosigkeit“.

Vertreter der internationalen Geldgeber reisen nach Athen

Athen (dpa) - Vertreter der internationalen Gläubiger wollen in Athen erneut die Fortschritte der griechischen Reformbemühungen prüfen. Die griechische Regierung kann erst mit weiteren Hilfsgeldern rechnen, wenn sich beide Seiten auf alle Maßnahmen verständigt haben, mit denen die Finanzen des fast bankrotten Landes stabilisiert werden sollen. Ansonsten droht Griechenland bis zum Sommer erneut die Zahlungsunfähigkeit. Gleich am Mittwoch sei ein Termin der Gläubiger mit Finanzminister Euklid Tsakalotos und Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis geplant, berichtet die Athener Tageszeitung „Kathimerini“. Zwar hatte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem beim Treffen der EU-Finanzminister am Montag von Fortschritten bei den griechischen Reformbemühungen gesprochen, doch gibt es nach wie vor auch Unstimmigkeiten.

Deutsche Post mit Kratzer in der Bilanz 2015

Troisdorf (dpa) - Erstmals seit 2010 hat die Deutsche Post trotz eines boomenden Paket- und Expressgeschäftes weniger Geld verdient. Das operative Ergebnis fiel um 18,7 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro, teilte der Logistikriese am Mittwoch bei der Bilanzvorlage in Troisdorf bei Bonn mit. Der Überschuss brach sogar um 25 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro ein. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 85 Cent je Aktie erhalten. Die Post hatte bereits im vergangenen Herbst ihre Gewinnprognose herabgestuft, nachdem erhebliche Belastungen im Frachtgeschäft beim Aufbau eines fehlerhaften IT-Systems entstanden waren. Beim Umsatz verzeichnete das Unternehmen, das weltweit fast eine halbe Million Menschen beschäftigt, ein Plus von 4,6 Prozent auf 59,2 Milliarden Euro.

Eröffnung des Hauptstadtflughafens 2017 ist zunehmend fraglich

Schönefeld (dpa) - Am neuen Hauptstadtflughafen gerät der Zeitplan zur geplanten Eröffnung 2017 immer stärker unter Druck. Das Bauordnungsamt fordert weitere Nachweise sowie Nachbesserungen an den Unterlagen zum Umbau der Brandschutzanlage. Das könnte auch zusätzliche Bauarbeiten im Terminal nach sich ziehen, wie aus einem internen Schreiben des Flughafen-Technikchefs Jörg Marks hervorgeht. „Im Ergebnis der Nachsimulation könnte jetzt ein etwas höheres Restbausoll entstehen.“ Wie viel Verzug dadurch entsteht, ist noch offen. In der vergangenen Woche hatte Marks noch einen Start Ende Oktober 2017 für machbar erklärt. Die Eröffnung des drittgrößten deutschen Flughafens war in den vergangenen Jahren wegen Planungsfehlern, Baumängeln und Technikproblemen vier Mal verschoben worden. Ursprünglich sollte der Willy-Brandt-Flughafen im Oktober 2011 an den Start gehen.

Vor Aufspaltung Rekordverlust bei Eon - Dividende soll später sinken

Essen (dpa) - Vor seiner Aufspaltung haben milliardenschwere Abschreibungen Deutschlands größten Energiekonzern Eon tief in die roten Zahlen gerissen. Im vergangenen Jahr verbuchte das Unternehmen einen Nettoverlust von fast sieben Milliarden Euro, wie es am Mittwoch am neuen Firmensitz in Essen mitteilte. Eon kündigte an, angesichts der seit Ende 2014 verschlechterten Rahmenbedingungen seine langfristigen Prognosen auf den Prüfstand zu stellen. An seinem Dividenden-Versprechen hält der Konzern vorerst noch fest. Demnach sollen die Aktionäre wie im Vorjahr 50 Cent je Anteilsschein bekommen. Künftig müssten sich aber auch die Eon-Eigner auf weiter sinkende Ausschüttungen einstellen. Der Konkurrent RWE, der ebenfalls vor der Aufspaltung in zwei Gesellschaften für erneuerbare und für konventionelle Energien steht, hatte seinen Aktionären wegen der Krise im Kraftwerksgeschäft die Dividende weitgehend gestrichen.

Schwacher Euro und EZB-Hoffnungen geben Dax Auftrieb

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Mittwoch nach einem holprigen Start sichtbar vom schwächelnden Euro profitiert. Eine schwächere Gemeinschaftswährung erleichtert den Export. Am Nachmittag gewann der deutsche Leitindex 1,32 Prozent auf 9820,44 Punkte. An den beiden Vortagen hatte er noch geschwächelt. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg am Mittwoch um 0,90 Prozent auf 19 581,85 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax ein Plus von 0,46 Prozent auf 1610,94 Punkte schaffte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,43 Prozent auf 3044,90 Punkte hoch. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,06 Prozent am Vortag auf 0,09 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Euro-Referenzkurs auf 1,0973 (Dienstag: 1,1028) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9113 (0,9068) Euro.

dpa

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