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Energieagentur: Talfahrt der Ölpreise könnte vorerst beendet sein Die Talfahrt der Ölpreise könnte nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) ihr vorläufiges Ende gefunden haben.

Paris. Energieagentur: Talfahrt der Ölpreise könnte vorerst beendet sein

Die Talfahrt der Ölpreise könnte nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) ihr vorläufiges Ende gefunden haben. „Für die Preise könnte es Licht am Ende eines langen, dunklen Tunnels geben, aber wir können nicht ganz sicher sein, wann in 2017 der Ölmarkt das heiß ersehnte Gleichgewicht erreicht“, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten monatlichen Marktbericht der Organisation. In ihr sind 29 Öl-Importländer zusammengeschlossen. Die IEA-Experten erwarten, dass wegen der Niedrigpreise Länder außerhalb der ölreichen Staaten des Opec-Kartells ihre Produktion drosseln, weil die Förderung dort oft aufwendiger und teurer ist. Die Rohölpreise waren Anfang des Jahres auf mehrjährige Tiefststände von unter 30 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) abgesackt - ein Einbruch von gut 70 Prozent gegenüber Mitte 2014.

Deutsche Bank kappt Boni - Commerzbank-Chef profitiert von gutem Jahr

Frankfurt/München (dpa) - Steigende Millionengehälter in den Führungsetagen der Dax-Konzerne sind kein Selbstläufer mehr - das zeigen die am Freitag veröffentlichten Geschäftsberichte von Deutscher Bank, Commerzbank und Allianz für das Jahr 2015. Während bei der Deutschen Bank der Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro auch auf die Einkommen des Vorstands und die Boni für die Investmentbanker durchschlug, profitiert der scheidende Commerzbank-Chef Martin Blessing vom Geschäftserfolg seines Hauses im vergangenen Jahr. Bei der Deutschen Bank sackte die Gesamtvergütung des Top-Managements zum Vorjahr um 36 Prozent auf 22,7 Millionen Euro ab. Co-Chef John Cryan, der Anshu Jain zur Jahresmitte abgelöst hatte, erhielt für seine ersten sechs Monate an der Bank-Spitze 1,9 Millionen Euro. Auch Jain erhielt 1,9 Millionen Euro. Co-Chef Jürgen Fitschen verdiente 3,8 Millionen Euro nach 6,7 Millionen Euro im Vorjahr. Den Bonus für den Vorstand hatte der Aufsichtsrat schon im Januar gestrichen.

Porsche bleibt VW-Gewinnbringer - Rückstellungen für Diesel-Folgen

Stuttgart (dpa) - Nach dem erfolgreichsten Jahr seiner Geschichte dämpft der Sport- und Geländewagenbauer Porsche die Erwartungen für 2016. Zurückhaltung sei angebracht, etwa wegen hoher Kosten für die Entwicklung des geplanten Elektro-Porsches und schlechterer Rahmenbedingungen in China, sagte Finanzvorstand Lutz Meschke am Freitag in Stuttgart. Der Umsatz wird nach seiner Einschätzung nur leicht steigen. Nach fünf Rekordjahren in Folge kündigt sich damit eine Verschnaufpause beim bisher rasanten Wachstum an. Seit 2010 hat sich die Zahl der Mitarbeiter auf 24 500 nahezu verdoppelt. Porsche hat ein sehr gutes Jahr 2015 hinter sich, um je ein Viertel stiegen der Umsatz (auf 21,5 Milliarden Euro) und das operative Ergebnis (3,4 Milliarden Euro). 225 000 Fahrzeuge wurden ausgeliefert, ein Plus von knapp 19 Prozent. Auch die Umsatzrendite - also der Anteil des Gewinns am Umsatz - blieb mit 16 Prozent hoch.

Billigtickets verhelfen Deutscher Bahn zu Fahrgast-Rekord

Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr im Fernverkehr einen Fahrgast-Rekord aufgestellt. Reisende unternahmen rund 132 Millionen Fahrten mit dem ICE oder Intercity. Das waren 2,9 Millionen oder 2,3 Prozent mehr als 2014, wie der „Spiegel“ berichtete. Die Angaben wurden der Deutschen Presse-Agentur am Freitag aus dem Umfeld des Aufsichtsrats bestätigt. Am kommenden Mittwoch legt Bahn-Chef Rüdiger Grube in Berlin die Jahresbilanz für 2015 vor. Der Gewinn von so vielen Kunden sei mit besserem Service und dem Verkauf von mehr Billigtickets zu erklären. Dadurch sei allerdings der Umsatz der Fernverkehrs-Sparte um zwei Prozent auf unter vier Milliarden Euro gesunken. Im vorigen Jahr hatte die Bahn nach eigenen Angaben 4,5 Millionen Tickets zu je 19 Euro verkauft.

Neuer Eigentümer will eine Milliarde Euro in Kaufhof investieren

Düsseldorf (dpa) - Der neue Kaufhof-Eigentümer HBC will in den kommenden Jahren eine Milliarde Euro in die Warenhauskette investieren. Mit dem Geld sollen in den nächsten fünf bis sieben Jahren Filialen modernisiert und das Online-Geschäft ausgebaut werden. Das kündigte der Chef der kanadischen Hudson's Bay Company (HBC), Jerry Storch, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur an. „Warenhaus-Unternehmen in aller Welt haben zu lange zu wenig investiert“, sagte Storch. Manche Kaufhäuser seien in die Jahre gekommen und damit auch ihre Kunden. Noch im Frühjahr sollten die ersten Umbauarbeiten beginnen. Im Herbst sollen schon Ergebnisse zu sehen sein. Kaufhof-Chef Olivier van den Bossche kündigte Investitionen von 32 Millionen Euro allein in den Kaufhof an der Düsseldorfer Königsallee und in das benachbarte Carsch-Haus an.

Konkreter Eröffnungstermin für Hauptstadtflughafen bis zum Herbst

Berlin (dpa) - Der Eröffnungstermin für den neuen Hauptstadtflughafen in Berlin bleibt in der Schwebe. Flughafenchef Karsten Mühlenfeld will bei der nächsten Aufsichtsratssitzung am 22. April bekannt geben, ob das Ziel 2017 noch erreichbar ist. Bis zum Oktober soll dann ein konkretes Datum festgelegt werden, wie Mühlenfeld nach einer Sondersitzung des Kontrollgremiums am Freitag in Berlin sagte. Zuletzt gingen die Betreiber von einer Eröffnung zum Wechsel auf den Winterflugplan im Oktober 2017 aus. Notwendige Nachbesserungen an den Bauunterlagen gefährden jedoch dieses Ziel.

Sinkende Energiepreise drücken Inflation in Deutschland auf Null

Wiesbaden (dpa) - Der Ölpreisverfall hat die Inflation in Deutschland im Februar wieder auf Null gedrückt. Der Verbraucherpreisindex stagnierte auf dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit erste Schätzungen und scheint den Deflationsängsten der Europäischen Zentralbank Futter zu geben. Die Währungshüter hatten am Donnerstag nicht nur die Leitzinsen weiter abgesenkt, sondern auch ihre Erwartungen zur Entwicklung der Preise und der Wirtschaftskraft im Euroraum deutlich nach unten gesetzt.

Dax erholt sich deutlich nach EZB-Beben

Frankfurt/Main (dpa) - Nach dem von der Europäischen Zentralbank ausgelösten Börsenbeben hat sich der Dax am Freitag deutlich erholt. Marktbeobachter zweifelten allerdings daran, dass diese Entwicklung von Dauer sein wird. Am Nachmittag notierte der deutsche Leitindex 3,13 Prozent höher bei 9795,37 Punkten. Auf Wochensicht deutet sich noch ein knappes Minus für den Dax an. Der MDax der mittelgroßen Werte gewann am Freitag 3,18 Prozent auf 19 764,27 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 2,97 Prozent auf 1613,12 Punkte vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 erholte sich um 3,26 Prozent auf 3067,59 Punkte. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,10 Prozent am Vortag auf 0,17 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,40 Prozent auf 141,35 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,37 Prozent auf 161,82 Punkte. Der Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1090 (Donnerstag: 1,0857) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9017 (0,9211) Euro.

dpa

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