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Nachrichten Wissen Astronomen finden mögliche Heimat von „Oumuamua“
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13:14 25.09.2018
Die künstlerische Darstellung zeigt den Asteroiden 1I/2017 U1 „Oumuamua“. Quelle: M. Kornmesser/European Southern Observatory/dpa
Heidelberg

Möglich wurden die neuen Berechnungen unter anderem durch eine Entdeckung vor rund drei Monaten, teilte das Max-Planck-Institut für Astronomie am Dienstag in Heidelberg mit. Damals fanden Wissenschaftler heraus, dass aus dem zigarrenförmigen Objekt zeitweise Gase entweichen, deren Effekt mit einem sehr schwachen Raketenantrieb vergleichbar seien. Dies half ihnen entscheidend bei der Berechnung der Flugbahn von „Oumuamua“, wie die Forscher im Fachmagazin „Astrophysical Journal“ berichten.

Das Team unter der Leitung von Coryn Bailer-Jones hatte zudem Datensätze mit Angaben zu rund 1,3 Milliarden Sternen ausgewertet. Diese waren innerhalb der Gaia-Mission der Europäischen Weltraumorganisation Esa erhoben worden. Unter anderem berechneten die Forscher, inwiefern die Anziehungskräfte anderer Sterne die Flugbahn des interstellaren Objekts voraussichtlich beeinflusst haben. Das Forscher-Team verfolgte die Flugbahn von „Oumuamua“ bis zu 6,3 Millionen Jahre zurück.

Mehr Datensätze zu Millionen Sternen

Abgeschlossen ist die Suche jedoch noch nicht: 2021 sollen ausführlichere Datensätze zu weiteren mehreren Millionen Sternen veröffentlicht werden, die genauere Rückschlüsse auf die Herkunft des mehrere Hundert Meter langen interstellaren Besucher zulassen könnten.

Astronomen hatten „Oumuamua“ im Oktober 2017 entdeckt – just als er dabei war, unser Sonnensystem wieder zu verlassen. Sie hatten gerade noch Zeit, die Bewegungen des Objekts mit Teleskopen zu vermessen.

Begeisterung für „Oumuamua“ hält an

Der 400 Meter lange Brocken war Millionen Jahre durchs Weltall zu uns unterwegs und verblüffte die Wissenschaftler auch mit seiner ungewöhnlichen Form: Er ist rund zehnmal so lang wie breit – anders als alle Asteroiden aus unserem eigenen Sonnensystem, die bislang beobachtet worden sind.

„Oumuamua“ – der Name bedeutet auf Hawaiianisch so viel wie „zuerst erreichen“ – war zunächst als Asteroid eingestuft worden, nach weiteren Analysen seiner Flugbahn erhielt er die Klassifizierung zum Kometen. Damit gehört „Oumuamua“ zu den Schweifsternen.

Von dpa/RND/so

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