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Wissen Zu enge Krawatten behindern das Denken
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23:05 12.07.2018
Freier Denken: Alexis Tsipras, Ministerpräsident von Griechenland, zeigt bei einer Rede während der Sitzung der Parlamentsfraktion seiner linken Partei Syriza seine Krawatte. Quelle: dpa
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Kiel

Dresscode hin oder her – die Befreiung vom Schlips naht. Denn wer eine sehr eng geschnürte Krawatte trägt, behindert signifikant die Durchblutung seines Gehirns. Schlecht fürs Denken, schlecht für die Kreativität. Das hat ein Forscherteam um den Neurologen Robin Lüddecke am Universitätsklinikum Kiel herausgefunden. 15 jungen Männern sei Dank!

Sie haben sich mal ohne Schlips, mal mit fest geschnürter Krawatte in den Magnetresonanztomografen gelegt. Das Ergebnis der Hirnuntersuchungen ist eindeutig, eine Neubewertung des Binders fällig. Kurz nachdem der Schlips saß, reduzierte sich der Blutfluss im Gehirn um 7,5 Prozent. Die Forscher sprechen im Fachjournal „Neuroradiology“ von „sozial erwünschter Strangulation“ und fordern weitere Studien. Bei älteren Männern, starke Rauchern oder Menschen mit Gefäßkrankheiten könnten die Folgen noch gravierender als bei den jungen Probanden sein.

Gepriesen seien Unternehmen wie Bosch, die den Schlipszwang schon abgeschafft haben. Andere retten sich mit der Methode Peter Altmaier aus der Bredouille: Hemden immer ein, zwei Nummern größer kaufen. So kann der Schlips korrekt am Hemdkragen anliegen und das Blut dennoch ungehindert zirkulieren.

Angesichts der Erkenntnisse aus Kiel sollte aber die Sinnfrage der soldatischen Tradition gestellt werden. Denn ein Nutzen ist bei dem Stück Stoff nicht erkennbar. Ein Schaden für Gesundheit und Volkswirtschaft dagegen nicht auszuschließen. Nicht auszudenken, welche Fehlentscheidungen seit Jahrhunderten aufs Konto der zu eng gebundenen Krawatte gehen.

Von Heike Stüben/RND

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