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50 Freiwillige verjüngen Gespensterwald

Nienhagen 50 Freiwillige verjüngen Gespensterwald

Die Landesforst MV hatte am Samstag zum Bäumepflanzen eingeladen / 2000 Rotbuchen sind gepflanzt worden

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Wollen den Wald schützen und etwas Gutes tun: Dietrun Thiede machte mit ihren Kindern Frowin und Karl mit. Luis Spingler (stehend) gesellte sich dazu.

Quelle: Fotos: Sabine Hügelland

Nienhagen. Das Fazit nach einer dreistündigen Baumpflanz-Aktion Sonnabend-Vormittag im Gespensterwald von Nienhagen lautet: Dieses Fleckchen Erde liegt Nienhägern und Anwohnern enorm am Herzen. Sie wollen mithelfen den Wald zu schützen. Mehr als 50 Freiwillige zeigten Lust zur Tat, um entlang des Wanderweges den Gespensterwald mit geplanten knapp 3000 Rotbuchen zu verjüngen.

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Die Landesforst MV hatte am Samstag zum Bäumepflanzen eingeladen / 2000 Rotbuchen sind gepflanzt worden

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Sie buddelten sich durch harte Erde, hatten schmutzige Hände und glückliche Gesichter. Am Ende schafften sie 2000 Bäume. „Die Restlichen pflanzen wir in Heiligendamm“, sagte Doberans Forstamtsleiter Hartmut Pencz, „Die Sichtachsen im Gespensterwald bleiben weiterhin erhalten.“ Denn der Blick zur Ostsee und die bekannten Fotomotive wirken als Gästemagnet. Doberans Revierleiter Markus Both war Ansprechpartner an diesem Tag und zeigte sich überwältigt: „Mit diesem Andrang hatte ich nicht gerechnet.“ Zu den Helfern sagt er: „Die Buchen sollten im Windschatten starker Bäume zum Schutz vor Seewind stehen.“

Auf 8, 6 Hektar fanden die 30 bis 50 Zentimeter hohen Rotbuchen ihren Platz. „Radfahrer haben hier viel zerstört. Wir müssen etwas tun, für unsere Kinder und Enkel“, so Martin Staemmler. „Wir hatten schon mit dem ehemaligen Forstamtsleiter Felix Weißbrich den Samen einer guten Kooperation mit der Forst gesetzt, die anhält“, so Nienhagens Gemeindevertreter Wilhelm Chmiela, „nun fühle ich mich dazu aufgefordert, das Forstamt bei dieser für die Gemeinde so wichtigen Aktion zu unterstützen.“

Andere Gemeindevertreter zeigten ebenfalls Engagement. So wie Peter Zemelka, Frank Philipp, Helmut Juerß, Wolfgang Lange und Bürgermeister Uwe Kahl: „Der Wald leidet durch die ansteigende Frequentierung, deshalb muss gehandelt werden“, sagte Kahl. „Die nächste Waldgeneration steht nun in den Startlöchern“, so Lange. Juerß brachte seinen achtjährigen Enkel Malte Wels mit: „Damit er einmal sagen kann, hier habe ich Bäume gepflanzt.“ Achim Sündermann ist einer, der gern anpackt: „Ich liebe den Gespensterwald“. Die Nienhägerin Dietrun Thiede kam mit ihren Söhnen Frowin und Karl und der syrischen Familie Mohammad Kama Edeen, Hiba Zuabi, den Kindern Cidra, Selam und Obada, die im Alten Forsthaus leben. „Sie sind sehr hilfsbereit und haben ein ehrliches Bedürfnis Deutschland etwas zurückzugeben.“

Christel Hödl aus dem Ostseebad erhielt Pflanzhilfe durch den Rostocker Lothar Flath: „Ich werde regelmäßig nachsehen, wie es den Bäumen geht.“ Dr. Kerstin Döscher und ihr Mann sind Inhaber des Reitcamps Börgerende: „Wir nutzen den Wald und wollen so unserer Beitrag leisten.“

„Eine coole Aktion“, fanden die Rethwischerinnen Hanna Brostowski (12) und Jolina Nickel (13), ebenfalls dabei. Als Dank gab es am Ende von der Gemeinde einen Imbiss. Auch für die 50 Teilnehmer des zusätzlichen Frühjahrsputzes im Ort, bei der auch die Jugendwehr mitmachte.

Von Sabine Hügelland

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