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Alexandrinenplatz: Schließung kommt nicht infrage

Bad Doberan Alexandrinenplatz: Schließung kommt nicht infrage

Ein weiteres Konzept sieht vor, den Platz abzuriegeln / Einige Stadtvertreter lehnen das ab/ Thomas Römhild sieht eine Chance in der Verkehrsberuhigung der Innenstadt

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Wird der Alexandrinenplatz zugemacht, müssten die Autofahrer Umwege in Kauf nehmen, um in die Innenstadt zu gelangen.

Quelle: Anja Levien

Bad Doberan. Mit dem Vorstoß den Alexandrinenplatz für den Verkehr zu schließen, sorgte Gerd Autrum für Diskussionsstoff (OZ berichtete). Nun schlägt auch der Doberaner Hans-Jürgen Fritze mit seinem Verkehrskonzept in die gleiche Kerbe. Stadtvertreter lehnen eine Schließung nach wie vor ab. Doch Bauausschuss-Mitglied Thomas Römhild (UDI) kann den Konzepten Einiges abgewinnen.

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Ein weiteres Konzept sieht vor, den Platz abzuriegeln / Einige Stadtvertreter lehnen das ab/ Thomas Römhild sieht eine Chance in der Verkehrsberuhigung der Innenstadt

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Kern von Fritzes Idee ist die Stilllegung des Alexandrinenplatzes. „Der ist ein Verkehrsverteiler. Der Platz ist öde, die Hotels sind durch den Verkehr gestraft und der Platz Am Kamp wird abgewertet.“ Er könne zum Highlight werden, wenn er gestaltet würde und Hotels wie das Prinzenpalais und der Friedrich-Franz-Palast ihre Gäste draußen bedienen könnten. „Die Sperrung würde dann bei der Ampelkreuzung beginnen und an der Goethestraße aufgehoben werden“, sagt Fritze. Nur für Anwohner und jene, die unmittelbar am Alexandrinenplatz arbeiten, müsse er offen bleiben. Der verkehrsberuhigte Platz könne dann als Erweiterung des Moorbad-Kurparkes betrachtet werden und zum Spazieren einladen.

Er sehe seine Ideen als Anregung. Dass sich aus der Stilllegung Probleme ergeben und sein Konzept Mängel aufweise, ist dem Rentner klar: „Wer aus Hohenfelde und Reddelich in die Stadt will, wird einen Umweg von 3,7 Kilometern in Kauf nehmen müssen.“ Mit einem Parkhaus auf dem Drümpel könnten diese Autofahrer aber abgefangen werden. Doch das kostet Geld. Da liegt es nahe, das bereits Vorhandene in der Verbindungsstraße zum Leben zu erwecken. „Da fährt kaum jemand rein. Alle versuchen es zu vermeiden und kurven lieber durch die Stadt“, weiß Fritze aus Erfahrung. Man müsse die Autofahrer also durch geschickte Verkehrsführung zwingen, immer wieder am Parkdeck vorbeizukommen, um es letztendlich zu nutzen. „Dafür muss auf jeden Fall noch deutlicher mit Schildern auf das Parkhaus hingewiesen werden.“

Auch Autofahrer aus Richtung Bargeshagen kommend würden 700 Meter mehr fahren müssen, um in Doberans Innenstadt zu gelangen. Als weiteren Kritikpunkt sieht er, dass automatisch mehr Verkehr in die Beethovenstraße umgeleitet würde. Aber: „Da die Beethovenstraße asphaltiert ist, gibt es dort keine Lärmbelästigung wie in der August-Bebel-Straße.“

Die Schließung des Alexandrinenplatzes für den Durchgangsverkehr — was Voraussetzung für die Umsetzung von Fritzes Konzept wäre — ist für die meisten Stadtvertreter jedoch keine Lösung. Dazu müsste auch erst der vor Jahren gefasste Beschluss aufgehoben werden, der genau das verhindern soll. „Das ist keine Alternative“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzende Caroline Brandt. „Wenn wir eine der drei Zugangsstraßen in die Innenstadt zumachen, läuft der Verkehr nördlich in die Stadt — das kann es nicht sein.“ Hartmut Polzin (SPD) erinnert nur an den „Testlauf“, als der Platz im Oktober 2014 schon einmal für vier Wochen gesperrt werden musste. „Es gab gewaltige Rückstaus am Buchenberg und Am Walkmüller Holz. Das war eher ein negativer Effekt.“

Guido Lex (UDI) befürchtet, dass die Stadt entlang der 105 noch weiter in zwei Teile gespalten wird. „Der Schneiseneffekt würde noch mehr verschärft werden.“ Eine Schließung sei kein geeigneter Ansatz. Klare Worte von Herbert Baor (Handwerk und Gewerbe): „Der Platz kann, darf und wird nicht geschlossen. Das ist undenkbar.“ Für nicht umsetzbar hält auch Bauausschuss-Mitglied Thomas Römhild (UDI) den Vorschlag, kann den Konzepten von Fritze und Autrum aber dennoch Gutes abgewinnen: „Sie haben gezeigt, dass eine Verkehrsberuhigung möglich ist. Eine starke Reduzierung des Verkehrs muss die Lösung sein“, räumte er ein. Nur gelinge das auch durch ein Einbahnstraßensystem und Temporeduzierung, um die Durchfahrt durch die Innenstadt möglichst unattraktiv zu machen.

Von Katarina Sass

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