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Alle unterm Zeichen vom Sonnenschein e.V.

Klärchen hat sich besonders am Samstag nicht versteckt: Die Sonne lockte in den Garten und an den Strand Alle unterm Zeichen vom Sonnenschein e.V.

Die OZ besuchte in Rerik gleichnamigen Gartenverein und staunte über junge badefreudige Brandenburger

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Udo und Annett Ehredt haben erst im Vorjahr einen Garten des Reriker Sonnenschein-Vereins übernommen.

Rerik/Kühlungsborn. Eine lachende Sonne lehnt sich auf ein paar Wolken und schaut auf fröhliche Leute herunter. Dieses Bild macht das Hinweisschild auf die 1955 gegründete Reriker Kleingartenanlage mit dem Namen „Sonnenschein“ an der Kröpeliner Straße aus. Und dieses Bild passte am vergangenen Samstag für die ganze Region rund um Bad Doberan. Sonnenschein pur.

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Die OZ besuchte in Rerik gleichnamigen Gartenverein und staunte über junge badefreudige Brandenburger

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Die Leute genossen das Licht, auch wenn es hier und dort durch küstentypischen Wind etwas heruntergekühlt wurde.

Auf dem Marktplatz von Bad Doberan hatten die Pflanzenverkäufer den größten Zulauf.

Torsten Dyga aus Satow verkaufte dabei nicht nur Balkonblumen und Harzfeuer-Tomaten, sondern auch Kopfsalat, Kohlrabi und Blumenkohl. „Jetzt geht‘s los“, sagte er im grellen Sonnenlicht.

„Es ist zum Niederknien“, meinte kurz darauf im Radio Uwe Ulbrich im NDR-Wettergespräch zur Sonnenscheindauer an diesem Tag.

Da putzten die Ehredts aus Rerik schon fleißig rund um ihre Gartenlaube in eben jener Anlage mit dem Namen des Tages: „Sonnenschein“ (siehe großes Foto). Der gelernte Klempner und Installateur und die Awo-Servicemitarbeiterin hatten das Anwesen im vergangenen Jahr übernommen und mithilfe des Nachbarn wieder ansehnlich gemacht. „Er hat geholfen, den Apfelbaum zu schneiden — wir sind ja Gärtneranfänger“, sagte Udo Ehredt (57).

Vereinsvorsitzender Lothar Hermann und seine Frau kommen schon seit 2003 von Sarmstorf nahe Güstrow zu ihrem Garten ins Ostseebad. Der ehemalige Eisenbahn-Fahrdienstleiter betonte, erst werde erledigt, was das Kleingartengesetz festlege und dann könnten sie in ihrer Freizeit zum Strand gehen. Er war also gerade dabei gewesen, in Vorbereitung auf das Umgraben, Unkraut aus der Erde zu holen und sagte dazu: „Unterbuddeln bringt ja nichts, das kommt ja eh wieder raus.“ Ein paar Gärten weiter genossen die Leute einfach die Sonne — ihre Betteninlays auch. Der Mann musste sich allerdings schon mit einem kleinen Tuch die Nase abdecken — Brandgefahr?

Anita Seiler harkte indes den Mittelweg vor ihrem Garten weiter — gerade war das Vereinsvorstandsmitglied per Smartphone darüber informiert worden, dass sich ein „junger Mann“ die Gartenanlage anschaue. „Wir sind hier ein gutes Team“, sagte die Rerikerin, die bereits seit 1978 hier ihren Garten hat.

„Die Anlage ist okay“, schätzte auch Christian Hoffmann ein, der seit vier Jahren hier Gartenpächter ist. Er meinte, jetzt müssten Möhren und Zwiebeln in die Erde und gab noch einen Tipp mit auf den Weg: „Auch Spinat kann jetzt rein, mit Kartoffeln sollte man jedoch warten. Der Boden ist noch zu kalt“.

Das Ostseewasser auch. Trotzdem rannten am Samstag Theo und sein Bruder Bela aus Brandenburg vor Kühlungsborn hinein. Ihre Eltern hatten es sich dagegen gut verpackt auf einer Decke gemütlich gemacht. Der Vater las gar mit Handschuhen eine Zeitschrift. Den Jungs merkte man aber nicht an, dass die Wassertemperatur in diesem Moment 6 Grad betrug. Unweit von ihnen sonnten sich die Leute in elf von bislang 24 aufgestellten Strandkörben des Vermieters Jürgen Wieck. Pro Tag (ab 1. Mai von 9 Uhr an) kostet das 10 Euro. „Die Saison beginnt schleppend“, sagte er an seinem ersten Öffnungstag in diesem Jahr.

Sehr gut besetzt war dagegen das Bäckerei-Café vor der Seebrücke, wo es dem Schweriner Werner Kubilus im Außenbereich entfuhr: „Die Sonne kommt und da kommen diese Viecher auch raus“. Er meinte kleine Fliegen, die durch die Promenadenluft schwirrten.

Am Reriker Strand flogen an diesem Samstagnachmittag eher Drachen durch die Luft, während man gegenüber vor Pepelow ein paar Kitesurfer entdecken konnte. Doch für diese „Segler“ hatten die Mitglieder des Seglervereins „Alt Gaarz“ keine Augen: „Nächstes Wochenende ist Kran. Da kommen die meisten Boote rein. Bis dahin müssen wir fertig sein, egal, ob die Sonne scheint oder nicht“, erklärte Jan Miller zu den Anleger-Arbeiten am Haffplatz (siehe kleines Foto).

Von Thomas Hoppe

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