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Alte Spanplatten illegal im Ehbruch abgeladen

Nienhagen Alte Spanplatten illegal im Ehbruch abgeladen

Nienhagen: Müll wird im Wald und auf öffentlichen Flächen abgeladen / Gemeinde bleibt auf Entsorgungskosten sitzen

Nienhagen. Wälder verkommen zu Müllhalden: Gartenabfälle, Bauschutt, Müll aus dem Auto werden achtlos in der Natur entsorgt. Sehr verärgert zeigt sich Nienhagens Bürgermeister Uwe Kahl über diesen Negativtrend. Am Neurethwischer Weg, der durch den Ehbruch verläuft, lag schon wieder illegal abgeladener Müll. „Das sind Spanplatten“, sagte er bei einem Vor-Ort-Termin. „Die müssen in der Nacht zum 10. Oktober im Wald abgeladen worden sein“, mutmaßte Kahl. „Ich lasse das heute noch von Mitarbeitern des Bauhofs wegräumen, sonst fühlen sich andere animiert, und morgen liegt noch mehr Müll daneben.“

 

OZ-Bild

Nienhagens Bürgermeister Uwe Kahl entdeckte illegalen Müll im Ehbruch.

Quelle: Foto: Saibine Hügelland

Allgemein gibt es jetzt jedoch weniger illegalen Müllhaufen im Ostseebad. „Vor drei bis vier Jahren war das schlimm an dieser Stelle. Da wurde beidseitig abgeladen. Seitdem wir ein Verbotsschild aufgestellt haben und eben gleich handeln, ist es weniger geworden“, sagte Uwe Kahl.

Leider ist das nicht überall so, wie Doberans Forstamtsleiter Hartmut Pencz berichtete: „Im gesamten Großen Wohld finden wir immer wieder illegale Deponien. Kürzlich wurde sogar die Schöpfwerkschneisen-Schranke aufgebrochen und Müll in der Hälfte des Waldes abgeladen. Früher war es vor der Schranke.“ Elf Container sammelt der Forstbetrieb jährlich an illegalem Müll. „Das müssen wir aus unseren Arbeitsstunden bezahlen“, machte der Forstamtsleiter klar. Das heißt, mehr Bäume zu fällen. Den Müll räumt nicht der Forst, sondern der Wirtschaftsbetrieb auf seine Kosten weg.

Ein weiteres Ärgernis sind illegale Deponien von Gartenabfällen, die nicht nur im Großen Wohld zu finden sind, sondern auch in Nienhagens Wäldern. Oftmals werden jedoch sämtliche Verbotsschilder ignoriert wie in Brodhagen (die OSTSEE-ZEITUNG berichtete), wo ein riesiger Müllhaufen wochenlang mitten auf dem Festplatz des Ortes vor sich hinmoderte. Umweltsünder entsorgten dort Grünschnitt, Äste, Bauschutt und Sperrmüll – und das trotz Verbotsschilder.

Die Entsorgung von Müll auf öffentlichen Flächen ist eine Ordnungswidrigkeit und wird mit empfindlichen Bußgeldern geahndet. Die Verursacher werden allerdings selten gefunden. Die Kommunen sind auf Zeugen, die ihre Beobachtung zur Anzeige bringen, angewiesen und bleiben sonst auf den Entsorgungskosten sitzen.

Gefährlich kann die Entsorgung von Bioabfällen wie Rohwurst und Räucherwaren werden. Sie könnten einen tödlichen Virus enthalten, der zur afrikanischen Schweinepest führt.

sah

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