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Angela schneidet den Stollen an

Börgerende Angela schneidet den Stollen an

Am 3. Oktober beginnt in Börgerender Café schon die Weihnachtszeit

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Malte Barmwater sorgt dafür, dass die Backmischung für „Ottilies Stollen mit Ostseeluft“ exakt stimmt.

Börgerende. „Das Bäcker- und Konditorhandwerk hat in meiner Familie mindestens seit 1861 Tradition. Das sind bereits sieben Generationen“, sagt Angela Priemer.

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Am 3. Oktober beginnt in Börgerender Café schon die Weihnachtszeit

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Wahrscheinlich seien es aber noch wesentlich mehr. Denn überliefert sei, dass bereits ein Urahn für König August den Starken leckere Weihnachtsstollen gebacken habe, lässt die Konditorin mit sächsischen Wurzeln wissen. Die gebürtige Dresdnerin ist heute in Wittenbeck zuhause und betreibt in Börgerende das Café „Ottilie“. Dieser Name, so erklärt sie, sei eine Hommage an ihre geliebte Großmutter mütterlicherseits, die hervorragend backen konnte.

Oma hätte längst allen Grund, auf die Enkelin stolz zu sein, denn diese steht im Ruf, eine ausgezeichnete Konditorin zu sein. Ihre Sporen verdiente sie sich in vielen Teilen der Welt, darunter auf Luxuskreuzfahrtschiffen, in Edelrestaurants und Nobelhotels, ehe sie schließlich 2010 im Grand Hotel Heiligendamm ihre Konditorkünste unter Beweis stellte.

„Aber weil ich etwas ruhelos bin, habe ich bald darüber nachgedacht, wieder an Bord zu gehen. Dann kam mir aber die Idee, mich selbstständig zu machen“, berichtet die 49-Jährige. In der Waterkant 8 in Börgerende eröffnete sie am 1. Juli 2014 ihr Café. Seither verwöhnt sie ihre Gäste mit den feinsten Leckereien. „Wir verwenden nur die besten Zutaten“, versichert sie. Woran man angesichts von Creationen wie Mohnmarzipan mit Aprikosen und schwarzer Pfefferhaube oder Sachertortenboden mit Preiselbeeren auch nicht zweifeln mag.

Doch ab dem 3. Oktober sind es nicht nur solche Köstlichkeiten, die die Gäste aus nah und fern ins Café locken. „In diesem Jahr laden wir zum vierten Mal zum großen Stollenanschnitt ein“, sagt die Konditorin. Selbstbewusst setzt sie hinzu: „Das sollte man sich nicht entgehen lassen, denn ,Ottilies Stollen mit Ostseeluft’ ist garantiert einer der besten nach Dresdener Art gebacken.“ Das würden sicherlich viele unterschreiben, die sich in den vergangenen Jahr Angela Priemers Mohn-, Marzipan- oder Rosinenstollen schmecken ließen.

Auch diesmal können es die Genießer kaum erwarten, dass das Messer zum ersten Schnitt angesetzt wird. „Wir rechnen am Dienstag von 12 bis 17.33 Uhr mit vollem Haus. Ich freue mich darüber, dass der Börgerender Musiker Ola van Sander Jazz und keltische Weisen spielen wird. Außerdem lässt er seine Zuhörer vieles über den Stollen wissen“, schaut die Café-Inhaberin voraus. Sie selbst wird es sich nicht nehmen lassen, den feierlichen Anschnitt vorzunehmen: „Bevor ich aber zum Messer greife, läute ich mit einer Glocke quasi die Stollen- und Weihnachtszeit ein.“

Damit die Liebhaber dieses Gebäcks bis zum 24. Dezember auf ihre Kosten kommen, werden ab sofort die ein-, zwei- und dreipfündigen Kuchen nach uraltem Rezept gebacken. Der Chefin zur Hand gehen dabei Malte Barmwater (22), Katharina Flach (30) und Viola Krechlok (62).

„Die Details der Backmischung verrate ich natürlich nicht, doch ganz wichtig ist Butter, Butter und nochmals Butter“, betont Priemer. Die Butter gäbe dem Stollen neben den Gewürzen den unvergleichlichen Geschmack. Er ist es auch, der den „Ottilie“-Konditoren allein im vergangenen Jahr mehr als 800 Aufträge einbrachte. Bestellungen gingen unter anderem in die Schweiz, nach Österreich, in die USA und selbst ins stollenverwöhnte Sachsen. Das wird wohl in diesem Jahr nicht anders sein. Allein Christine Piater (71) aus Burg im Spreewald, häufig zu Gast in Börgerende, orderte drei Stollen für sich, die Kinder und Enkel: „Der Kuchen ist so lecker, den muss ich unbedingt mitnehmen.“

Angela Priemer freut das. Höchste Anerkennung erfuhr sie beim kürzlichen Besuch des Vaters. Der bekannte Dresdener Konditormeister ließ sich den Stollen mit sichtlichem Genuss schmecken. „Mehr Lob geht nicht“, sagt die Tochter.

Werner Geske

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