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Anwohner sauer über Sperrungen

Bad Doberan Anwohner sauer über Sperrungen

Vorzeitiger Baustart: Seit gestern geht auf der Heinrich-Seidel-Straße für Autos nichts mehr

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Seit gestern ist die Heinrich-Seidel-Straße auf dem Buchenberg für Autos gesperrt. Der Zweckverband erneuert hier Leitungen.

Quelle: Foto: Lennart Plottke

Bad Doberan. Böse Überraschung für Anwohner der Heinrich-Seidel-Straße in Bad Doberan: Seit gestern ist die Zufahrt auf dem Buchenberg komplett für Autos gesperrt. „Erst am Freitagabend wurden die Schilder aufgestellt“, sagt Dirk Vanhauer und schüttelt den Kopf. „Im Briefkasten haben wir dazu im Vorfeld keinerlei Informationen gefunden – das ist eine riesengroße Sauerei.“ Auch Jörg Kolkowski fühlt sich überrumpelt: „Meine Frau kommt in einer halben Stunde von der Arbeit – die muss dann erstmal ewig durch die Gegend kurven, bis sie einen Parkplatz gefunden hat.“

Die Baufirma habe tatsächlich schon früher als geplant mit den Arbeiten begonnen, bestätigt Ilona Seelmann vom Zweckverband Kühlung (ZVK): „Eigentlich sollten die betroffenen Bürger rechtzeitig über die Baumaßnahme informiert werden.“ In den kommenden Monaten werden unter anderem im Bereich der Heinrich-Seidel-Straße die Trinkwasserleitung sowie der Schmutzwasser- und Niederschlagswasserkanal erneuert. „Es gibt hier ein enges Baufenster“, erklärt Seelmann. „Dennoch ist das sehr unglücklich gelaufen.“ Eine endgültige Bauzeiten-Planung liege erst jetzt vor – entsprechende Schreiben würden umgehend an alle Haushalte verteilt.

Die Straßensperrungen verschärfen die ohnehin angespannte Parkplatz-Situation auf dem Buchenberg noch weiter. „Ab 17 Uhr muss ich regelmäßig zusehen, wo ich mein Auto abstellen kann“, sagt Dirk Vanhauer. „Es gibt dann einfach keine freien Flächen mehr.“ Umso mehr wundere er sich über die Aussagen des Doberaner Bauamtes, dass an einem Donnerstagabend 162 freie Parkplätze vorhanden gewesen sein sollen, so Vanhauer: „Das tägliche Erleben sagt eigentlich etwas anderes aus.“

So würden Anwohner zum Teil sogar die Feuerwehr-Zuwegungen blockieren und einen Strafzettel in Kauf nehmen, macht der Doberaner deutlich: „Und das, obwohl die Kollegen vom Ordnungsamt hier sehr umtriebig unterwegs sind.“ Dabei könne sich auch die Stadt nicht aus der Verantwortung stehlen, meint Dirk Vanhauer: „Es handelt sich hier um eine öffentliche Straße – und eigentlich hätte man aus den Erfahrungen vergangener Bauabschnitte schon Lehren ziehen können.“ Grundsätzlich seien hier Kommunikation und gegenseitiges Miteinander alles, ist Vanhauer überzeugt: „Wir sollten doch alle an einem Strang ziehen.“

Dabei könne mit Blick auf den Parkplatz-Ärger leicht Abhilfe geschaffen werden, meint der Anwohner: „Im Zuge der Modernisierung bekommt die Straße eine neue Decke – dann müssten die Parkflächen einfach markiert werden.“

So würden Autos auch nicht mehr anderthalb Stellplätze besetzen, „nur weil einige Leute offenbar der Meinung sind, dass sie mehr Platz zum Aussteigen benötigen“. Ein weiteres Problem: „Von Freitag bis Sonntag stehen hier sehr viele Firmen-Transporter“, sagt auch Jörg Kolkowski. „Da wird es am Wochenende nochmal zusätzlich eng.“

Eine kurzfristige Alternative wäre eigentlich der Platz am alten Heizwerk, meint Jochen Arenz: „Aber da gibt es so viele Löcher, dass man sich den Wagen kaputt fährt.“ Dieses Problem könne etwa durch Erd-Aufschüttungen beseitigt werden, sagt der Stadtvertreter. Eine weitere Idee für vorübergehende Parkflächen: der große Edeka-Markt an der B 105. „Vielleicht kann der Parkplatz ja von 19 bis 8 Uhr freigegeben werden“, so Arenz. Zudem könne er sich ab 19 Uhr auch ein einseitiges Parken auf dem Bürgersteig an der Ehm-Welk-Straße vorstellen.

Lennart Plottke

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