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Bad Doberan Attraktive Angebote für Jugendliche

Grillplätze und Ansprechpartner: UDI und Linke wollen jungen Menschen in Bad Doberan mehr bieten

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Ein erfolgreiches Angebot für Jugendliche war im vergangenen Jahr das Musiktheaterstück „Diaries from home“. Es entstand während der Ferienfreizeit des Doberaner Treffpunktes „Stall“.

Quelle: Jens Wagner

Bad Doberan. Öffentliche Grillplätze, feste Ansprechpartner für die Jugend in der Verwaltung und ein Jugendhaushalt: Die UDI und die Linke wollen Doberan attraktiver für junge Menschen machen und legen einen Ideenkatalog vor. In der kommenden Stadtvertretersitzung sollen die Kommunalpolitiker einen entsprechenden Beschluss fassen.

„Das Problem ist, dass die Stadt nicht attraktiv genug ist für Jugendliche“, sagt Niklas Stübe (UDI). Es gebe zum Beispiel kaum öffentliche Plätze, auf denen sich junge Menschen treffen und grillen können. Die Hürde, an politischen Entscheidungen teilzuhaben, sei immer noch sehr hoch — trotz des 2015 gegründeten Kinder- und Jugendbeirates. „Der tagt auch ganz aktiv und ist sehr interessiert“, so Stübe. Der Anteil der Generation unter 25 Jahre an der Bevölkerung betrug vor vier Jahren 21,3 Prozent. Das sei nicht unerheblich und werde sich durch den Zuzug von Familien in die Wohngebiete erhöhen. Aber: Hat Doberan den jungen Menschen bald nicht mehr zu bieten, kehren diese irgendwann ihrer Heimat den Rücken.

Angelehnt an das Bundesprogramm „Jugendgerechte Kommunen“ hat Stübe gemeinsam mit Nico Arndt (Linke) einen Entwicklungsplan mit dem Titel „Strategie für ein jugendgerechtes Bad Doberan“ aufgestellt, der bis 2020 greifen soll. Inhalt: Die Vernetzung einer Smartphone-App mit der Verwaltung, mit dessen Hilfe Anliegen direkt an die Mitarbeiter geleitet werden können. Der Bau von Sportanlagen, „Chill-out-Areas“ (Erholungsplätze) und Grillplätzen sowie ein eigener Etat für die Jugend, Kinder- und Jugendeinwohnerversammlungen und geregelte Beschwerdeverfahren für Jugendliche. Konkret fordern sie die Stadt per Beschluss auf, den Entwicklungsplan schrittweise umzusetzen, dafür Gelder in den Doppelhaushalt 2018/2019 einzustellen und Fördermittel zu beantragen. Das Projekt sei nämlich förderfähig, so Stübe. Der Stadt würden im Idealfall also keine Kosten entstehen.

„Wir wollen erst einmal das Votum der Stadtvertreter abwarten und dann in den Ausschüssen über einzelne Maßnahmen reden“, sagt Stübe. Werden alle Ideen in die Tat umgesetzt, kommt viel Arbeit auf die Verwaltung zu.

Neben den Schulen gibt es in der Stadt drei Anlaufstellen, in denen Jugendliche ihre Freizeit verbringen können. Das ist das Kornhaus mit Angeboten, die sich laut Stübe vorrangig an Kinder richte, der Jugendclub „Kompass“ im Gewerbegebiet sowie den Jugendtreff „Stall“. Letzterer werde zu 90 Prozent von größeren Heranwachsenden zwischen 17 und 18 Jahren genutzt, sagt der zuständige Jugendsozialarbeiter Tibor Kiss. Sie kämen aus sozialschwachen Verhältnissen mit zum Teil schwierigen Familiengeschichten. „Sie wollen bei mir einfach nur abhängen. Die Angebote, die ich ihnen machen kann, sind niederschwellig“, sagt er. Interesse an politischer Teilhabe oder an größeren Projekten habe keiner von ihnen. Ihm gehe es um das Einhalten von Regeln. Ein Treffpunkt außerhalb des Clubs sei die Regionale Schule am Kamp, weiß er. Und, dass Sport verbindet. Wenn Volleyball in der Turnhalle vom Gymnasium gespielt wird, kämen sogar ein paar Mädchen.

Von Katarina Sass

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